30 SEPTEMBER | 21:00 UHR

 

Ein Abend der Superlative! 

Das sichtbar und hörbar begeisterte Publikum des relativ kleines Saales hatte die seltene Gelegenheit den zwei Virtuosen so nahe zu kommen. Leszek Możdżer, der als der erfolgreichste und vielseitigste Jazz-Pianist Polens gilt, spielt dort meistens in grossen, immer ausverkauften Konzertsälen. 

Man merkt sofort: Die zwei Musiker mögen sich gegenseitig – und lieben ihren „Job“. Lächend und enthusiastisch erfüllen sie den Raum mit unerwarteten Klängen und Stimmungen, die teilweise das erstaunte Publikum an ein ganzes Orchester erinnern. Und als ein unvorsichtiger Zuhörer ein Glas laut umstößt, erklingen sofort aus dem Klavier klirrende Echo-Geräusche, zum grossen Beifall des Publikums. 

Foto: Nikodem Krajewski
Hochgeschätzt sind Możdżers Improvisationen über Melodien von Frédéric Chopin. Bekannt ist auch seine Zusammenarbeit mit dem berühmten Film-Komponisten Zbigniew Preisner, dem langjährigen Partner von Krzysztof Kieslowski („Drei Farben“-Trilogie). 

Danielsson und Możdżer trafen sich zum ersten Mal vor vier Jahren bei einem Konzert in Warschau. Es war nur eine Frage der Zeit, bis Lars und Leszek ein Duo-Album einspielten – ein harmonisches und zeitloses Werk, das den Hörer sofort in seinen Bann zieht. Aus der frappierenden Symbiose von Bass und Klavier wuchsen so viele Ideen, dass nahezu alle Titel Eigenkompositionen von Lars oder Leszek sind. Eine musikalische Ehe, die eine lange gemeinsame Zukunft verspricht.

„Leszek ist für mich der perfekte Pianist. Musikalisch gesehen sind wir einfach vom selben Planeten. Wir haben angefangen, diese Aufnahme zu planen, nachdem wir auf einer Tour hin und wieder Stücke im Duo gespielt haben. Siegfried Loch hatte dann die Idee, ein reines Duo-Album aufzunehmen. Nur Klavier und Bass – eine intensive Beziehung! Diese Art zu spielen ist für mich wie ein Traum. Mit Leszek habe ich das Gefühl, jederzeit in die Richtung gehen zu können, in die mich die Musik gerade führt. Ich hoffe, Sie als Zuhörer haben daran genauso viel Freude wie ich.“ (Lars Danielsson)