{"id":653,"date":"2006-05-27T15:01:43","date_gmt":"2006-05-27T13:01:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.krakauer-haus.de\/kh-test\/?p=653"},"modified":"2018-12-20T15:03:16","modified_gmt":"2018-12-20T14:03:16","slug":"blaue-ball-nacht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.krakauer-haus.de\/kh-test\/index.php\/2006\/05\/27\/blaue-ball-nacht\/","title":{"rendered":"Blaue Ball Nacht"},"content":{"rendered":"<h2><span style=\"color: #6b6b6b;\">27 MAI | 19:00 UHR<\/span><\/h2>\n<p><\/p>\n<p><strong>Wie es zu der Ausstellung &#8222;Fussbal, Puma, K\u00fcnstler&#8220; kam?<\/strong><br \/>Ich muss gestehen, als ich die Nachricht bekam, dass die Blaue Ball Nacht 2006 unter dem Motto FUSSBALL stehen w\u00fcrde, war ich nicht begeistert. Ich sa\u03b2 mit Bogu\u015b Bachorczyk auf dem Sockel des Hans-Sachs-Denkmals neben einem Stra\u03b2encaf \u00e9, dessen Pl\u00e4tze restlos mit N\u00fcrnbergern besetzt waren, die in vollen Z\u00fcgen die Oktobersonne genossen. Wir tranken Kaffee, und ich beklagte mich, dass Fu\u03b2ball als Thema einer die ganze Nacht andauernden Kulturveranstaltung im Krakauer Haus meine Fantasie irgendwie nicht befl\u00fcgelt, dass die Deutschen im WM-Jahr sowieso vom Fu\u03b2ballfieber befallen sein werden und dass noch mehr Veranstaltungen zum Thema Fu\u03b2ball daher wirken m\u00fcssen, als legte man eine Nadel auf einen Heuhaufen, damit er h\u00f6her wird. Ich beschloss also, f\u00fcr das Krakauer Haus eine V\u00f6llig Fu\u03b2ballfreie Zone vorzuschlagen, Ohne B\u00e4lle Oder Andere Runde Gegenst\u00e4nde, eine Zufluchtsst\u00e4tte f\u00fcr jene, denen Emotionen beim Anblick eines gr\u00fcnen Rasens mit darauf rumrennenden jungen Kerlen in kurzen Hosen g\u00e4nzlich wesensfremd sind. Ich organisiere stattdessen Konzerte und Begegnungen und Vernissagen und \u2026\u00a0<\/p>\n<p> <\/p>\n<p>\u201e\u2026 und niemand wird kommen\u201c, platzte Bachorczyk in meine Fantasien. Ich wusste, er hat Recht. Mehr noch: Ich wusste, dass sogar ich, die ich im Alltag dem Fu\u03b2ball v\u00f6llig gleichg\u00fcltig gegen\u00fcberstehe, w\u00e4hrend der WMs seiner Magie erlegen bin, dass ich mit angehaltenem Atem den WM-Verlauf verfolge und nichts und niemand mich dann in irgendwelche Konzerte oder Vernissagen bekommt.\u00a0<\/p>\n<p> <\/p>\n<p>\u201eIch hab da eine Idee\u201d, meinte Bachorczyk, der am Tag zuvor im Krakauer Haus eine Ausstellung seiner Arbeiten er\u00f6ffnet hatte. \u201eMachen wir doch eine Ballausstellung. Du suchst einen Sponsor, der uns die B\u00e4lle liefert, ich bitte in Krakau ein paar K\u00fcnstler, sie als Arbeitsmaterial zu benutzen, und du wirst sehen, sie zaubern uns ein paar Schmuckst\u00fccke.\u201c\u00a0<\/p>\n<p> <\/p>\n<p>PUMA POLSKA erwies sich als gn\u00e4diger Sponsor. Von ihnen bekamen wir nagelneue B\u00e4lle, Trikots in den polnischen Farben, in denen wir auf der Vernissage in N\u00fcrnberg Polen W\u00fcrdig Repr\u00e4sentieren k\u00f6nnen, sowie das Angebot, die Ausstellung anschlie\u03b2end im Puma-Gesch\u00e4ft in Krakau zu zeigen. Den Rest besorgten die K\u00fcnstler. Das Ergebnis \u00fcbertraf meine Erwartungen. Ich lade Sie herzlich zu einer Fantasiereise zum Thema Fu\u03b2ball ein&#8230;\u00a0<\/p>\n<p> <\/p>\n<p>Slawek Shuty schrieb zwei Texte f\u00fcr das Katalog: Einleitungstext und eine Krimigeschichte \u00fcber das Schicksal der B\u00e4lle, die er f\u00fcr die Ausstellung gestalten sollte:<\/p>\n<p> <\/p>\n<p>Arena meiner Kindheit waren die Achtzigerjahre, eine Zeit, die aus der heutigen Perspektive gesehen schwer war, doch damals wurde sie von uns Kindern als etwas v\u00f6llig Normales angesehen, als Wirklichkeit, die nun mal so ist und sich auch nie \u00e4ndern wird. Es war wie es war; man freute sich \u00fcber jede Kleinigkeit, die man im Laden ergattern konnte, und als mein Bruder einmal drei Orangen bekam (3 St\u00fcck, nicht 3 Kilo), war die Freude so gro\u03b2, dass wir beschlossen \u2013 na ja, eigentlich beschlossen nicht wir, sondern das Familienoberhaupt, unser Vater, beschloss \u2013, sie nicht zu essen; es wurde entschieden, dass sie ihren Platz auf dem Fernseher finden und dort unsere Augen erfreuen sollten, wir w\u00fcrden uns an ihrer fr\u00f6hlichen Farbe erg\u00f6tzen und uns ihren saftigen Geschmack vorstellen. Niemand wagte sie dort wegzunehmen \u2013 Vater hatte eine schwere Hand \u2013, so dass sie schlie\u03b2lich matschig wurden, zusammenfielen und verschimmelten.\u00a0<\/p>\n<p> <\/p>\n<p>Trotzdem wussten wir uns zu helfen; alles, was nicht zu bekommen war, stellten wir auf Hausmacherart her; so konnte man zu Hause beispielsweise Schokolade machen (sofern jemand das Gl\u00fcck hatte, Kakao und Pulvermilch zu erwischen, die f\u00fcr den Herstellungsprozess unentbehrlich waren), Bonbons \u2013 aus Zucker, der auf einem L\u00f6ffel \u00fcber dem Gasherd geschmolzen wurde (sofern es Zucker gab) \u2013 und Selbstgebrannten. Letzteres war am einfachsten, nur dass sich w\u00e4hrend der Destillation entsetzlicher Gestank breit machte, der leicht das Interesse der Nachbarn wecken konnte, und das Denunziantentum war gro\u03b2 in Mode.\u00a0<\/p>\n<p> <\/p>\n<p>Zu unseren liebsten Kinderspielen geh\u00f6rten Schlachten mit Erdklumpen auf Schutthaufen, Lagerpl\u00e4tzen von Dr\u00e4hten und Betonplatten neben angefangenen und nie fertiggestellten H\u00e4usern, Verfolgungsjagden in den Baugruben und auf den Bergen \u2013 wie wir sie nannten \u2013 hinter dem aufgerissenen Kirchplatz, das Erkunden von Kriegsbunkern und Kellern verlassener H\u00e4user, das Herumst\u00f6bern in M\u00fclltonnen, in denen es immer etwas Interessantes zu finden gab, beispielsweise benutzte Spritzen (in den M\u00fclltonnen am Krankenhaus). Sehr verbreitet waren Kriegsspiele; im Grunde befand sich unser ganzer Stadtteil Nowa Huta in permanentem Kriegszustand; Viertel k\u00e4mpfte gegen Viertel, H\u00e4userblock gegen H\u00e4userblock, Treppenhaus gegen Treppenhaus. Die Kriegshandlungen wurden mit verschiedensten Ger\u00e4tschaften gef\u00fchrt, mit Knetegeschossen, die durch gl\u00e4serne Blasr\u00f6hrchen abgefeuert wurden, mit Metallhaken, die \u2013 mit Katapulten abgefeuert \u2013 ernsthafte Verwundungen zuf\u00fcgen konnten, mit von oben abgeworfenen \u201eWasserbomben\u201c \u2026 Oft jedoch m\u00fcndeten solche Zwiste in Fu\u03b2ballduelle. Fu\u03b2ball war eine massenhaft und \u00fcberall betriebene Sportart; im Grunde war es die einzige Sportart, der wir uns schon von klein auf hingaben, der sich unser ganzer Stadtteil Nowa Huta hingab. H\u00e4ufig wurden verschiedene Arten von Wettk\u00e4mpfen und Turnieren organisiert; nicht selten waren das spontane Initiativen, Trainingsspiele, weshalb auch jedes Team in den schulfreien Momenten bem\u00fcht war, auf den Betonpl\u00e4tzen zwischen den Plattenbauten seine Fertigkeiten zu verbessern. Und selbst wenn es zwischen den Parteien \u2013 ob es nun Viertel, Schulen oder Klassen waren \u2013 vorher zu offenen K\u00e4mpfen gekommen war, so wurde w\u00e4hrend des Spiels stets das Prinzip des Fairplay eingehalten. Ging es auch manchmal hei\u03b2 her, so kam es doch auf dem Fu\u03b2ballplatz nie zu Pr\u00fcgeleien.\u00a0<\/p>\n<p> <\/p>\n<p>Eines Tages drang in unser sorgloses Fu\u03b2ballspiel die schmerzhafte Wirklichkeit der gesellschaftlichen Ver\u00e4nderungen. Es kamen Zeiten, in denen unser Spiel mit dem Moment endete, in dem eine in der Luft h\u00e4ngende Tr\u00e4nengaswolke die Fortsetzung unm\u00f6glich machte (es war die Zeit des B\u00fcrgerkrieges, der K\u00e4mpfe der Volksmacht mit dem Untergrund \u2013 der Gewerkschaftsbewegung \u201eSolidarit\u00e4t\u201c). Dann stiegen wir bis ins oberste Stockwerk des Treppenhauses und beobachteten von dort aus das Schlachtfeld, die Panzer, die den Rasen umgruben, die Wasserwerfer, deren Spritzwasser mit einem roten Farbstoff versetzt war, der sich kaum wieder aus der Kleidung entfernen lie\u03b2, die Markierungs-Leuchtraketen, Maschinengewehrsalven, Einschl\u00e4ge kleiner Granaten, den grauen Tr\u00e4nengasnebel, der bis in die Wohnungen drang und das Wasser in den Augen zusammenschie\u03b2en lie\u03b2, die durch die Gr\u00fcnanlagen fegenden motorisierten Einheiten der B\u00fcrgermiliz, die mit langen wei\u03b2en Schlagst\u00f6cken auf alle Gegner der damaligen Machthaber einschlugen \u2026\u00a0<\/p>\n<p> <\/p>\n<p>So vermischte sich f\u00fcr uns die Welt des Sports gerade in dem Moment auf be\u00e4ngstigende Weise mit der Welt der gro\u03b2en Politik, als wir erwachsen genug waren, um uns schmerzlich bewusst zu werden, dass das Leben einen begrenzten Wert darstellt, dass auch wir fr\u00fcher oder sp\u00e4ter den Hauch des Todes im Nacken sp\u00fcren werden, als der Schleier der kindlichen Naivit\u00e4t von uns abfiel, als unser Land von einer Welle von Sportskandalen, Beamtenkorruption, Schiedsrichterbestechungen, gezinkten Spielen \u2013 kurz gesagt, von sportlichem Schund \u2013 ersch\u00fcttert wurde und wir begriffen, worum es in dem ganzen Chaos eigentlich geht, n\u00e4mlich darum, dass der Ball rund und das Tor eckig ist und dass das Volk \u2013 wie das Volk nun mal ist \u2013 Spiele braucht.\u00a0<\/p>\n<p> <\/p>\n<p>S\u0142awomir Shuty\u00a0<\/p>\n<p> <\/p>\n<p><br \/>Das von der Gruppe \u201eDuet\u201c in der Zusammensetzung S\u0142awomir Shuty und Daniel Rycharski anl\u00e4sslich der in diesem Jahr, d.h. anno domini 2006, stattfindenden Fu\u03b2ball-Weltmeisterschaft vorbereitete Projekt sah eine Kombination von Malerei (d.h. Einsatz sog. Maltechniken), Soziologie (der vielsagende soziale Hintergrund) und der \u00fcberaus lustigen katholischen Moral vor \u2013 aufgetragen auf drei zum Fu\u03b2ball Spielen bestimmte Lederb\u00e4lle; diese sollten wei\u03b2 angestrichen und dann sollte noch etwas mit ihnen gemacht werden, aber was, das sollte sich erst herausstellen.\u00a0<\/p>\n<p> <\/p>\n<p>Leider konnte das Projekt \u2013 aus Gr\u00fcnden, die teilweise bei den Gestaltern lagen, teilweise aber auch nicht \u2013 nicht entsprechend den zuvor festgelegten Vorgaben umgesetzt werden. Schuld an dieser traurigen Tatsache bin im Grunde ich, der Erz\u00e4hler, das bereits erw\u00e4hnte Mitglied der Gruppe \u201eDuet\u201c, S\u0142awomir Shuty.\u00a0<\/p>\n<p> <\/p>\n<p>Der erste bemalte Lederball verschwand w\u00e4hrend eines Gepl\u00e4nkels mit meiner Lebensgef\u00e4hrtin, als ich an einem Dienstagabend des Monats April kurz vor den Osterfeiertagen in ihre Wohnung drang und sie mit einem Liebhaber erwischte, der sich bis dahin als Freund des Hauses ausgegeben hatte \u2013 er war gekommen, hatte sich eingeschmeichelt und den Konsum geistiger Getr\u00e4nke angeregt \u2013, in einer Situation, die nicht viel zu w\u00fcnschen \u00fcbrig lie\u03b2, und es ist gut, dass das Ganze nur mit dem Verlust eines Balles endete; es h\u00e4tte schlie\u00dflich viel schlimmer kommen k\u00f6nnen; F\u00e4lle von Mord und Totschlag im Liebesaffekt sind ja durchaus nicht selten; die Bl\u00e4tter der Geschichte sind voll davon.\u00a0<\/p>\n<p> <\/p>\n<p>Der erste Ball war in den polnischen Nationalfarben Wei\u03b2 und Rot angemalt; au\u03b2erdem trug er das Bildnis eines gro\u03b2en polnischen Sportlers, des Torh\u00fcters Jan Tomaszewski, Kapit\u00e4n jener polnischen Nationalmannschaft, die bei der Fu\u03b2ball-WM im Jahre \u2026 ich hoffe, ich l\u00fcge jetzt nicht \u2026 1974 die Bronzemedaille holte (echt gut!).\u00a0<\/p>\n<p> <\/p>\n<p>Der zweite, rot und wei\u03b2 angemalte Ball (Hervorhebung der roten Farbe als Bezugnahme zum Blut) wurde an einem der Abende, die auf jenes Ereignis, d.h. jene Wirren im Liebesleben, folgten, als Pfand hinterlegt, als n\u00e4mlich einer der Teilnehmer an diesem Projekt (s.o.) an diversen Zechgelagen teilnahm, die nicht selten als Orgien endeten. Auf dem zweiten wei\u03b2en Ball war das Bildnis eines Fu\u03b2ballfans zu sehen, der nach gewonnenem Spiel einen Schrei der Freude von sich gibt, einer Freude, die gew\u00f6hnlich im Zerschmettern von Schaufensterscheiben, Abfackeln von Papierk\u00f6rben, Umkippen von Bussen des \u00f6ffentlichen Nahverkehrs und in Extremf\u00e4llen auch schon mal dem Erschlagen eines zuf\u00e4llig vorbeikommenden Ausl\u00e4nders ihren Ausdruck findet. Dazu ist zu erkl\u00e4ren, dass die fanatischsten Fu\u03b2ballfans zumeist auch die allereifrigsten Patrioten sind, bereit, f\u00fcr die Verteidigung der Ehre und der Farben ihres Vereins sowie der Republik Polen das Leben zu geben \u2013 wie erw\u00e4hnt in der Regel nat\u00fcrlich das Leben eines zuf\u00e4llig vorbeikommenden Ausl\u00e4nders.\u00a0<\/p>\n<p> <\/p>\n<p>Der dritte wei\u03b2e Ball stellte die Heilige Jungfrau von Ludwin\u00f3w dar, welche nach der Niederlage der polnischen Mannschaft bei der Fu\u03b2ball-WM in Japan und S\u00fcdkorea bittere blutige Tr\u00e4nen weinte. Polen \u00fcberstand damals nicht einmal die Vorrunde, was eine nationale Katastrophe darstellte und das ganze Land in Verzweiflung und als unmittelbare Folge davon in wirtschaftlichen Niedergang st\u00fcrzte. (Vielleicht waren es aber auch nur die hinterh\u00e4ltigen Hooligans von Ludwin\u00f3w \u2013 eines ehemaligen Stadtteils von Krakau \u2013, die der Heiligen Jungfrau rote Tr\u00e4nen anmalten und damit auf barbarische Weise diese gesetzlich gesch\u00fctzte Kultst\u00e4tte sch\u00e4ndeten.) Aus \u00e4sthetischen Gr\u00fcnden wurde der dritte Ball wei\u03b2 \u00fcbermalt und verbessert, d.h. statt der blutige Tr\u00e4nen weinenden Heiligen Jungfrau von Ludwin\u00f3w erhielt er das Bildnis eines vor Freude br\u00fcllenden Fu\u03b2ballfans, dessen im Schrei ge\u00f6ffneter Mund sich an die malerische Tradition vergangener Jahrhunderte anlehnt. Zur Verst\u00e4rkung des Effekts wurde das Portr\u00e4t des Fans sozusagen in Rot getaucht, was, wie bereits erw\u00e4hnt, an das im Namen des edlen Spieles Fu\u03b2ball vergossene Blut erinnern soll.<\/p>\n<p> <\/p>\n<p>Der Zyklus der drei wei\u03b2en B\u00e4lle, von denen der erste wei\u03b2-rot, der zweite hingegen rot-wei\u03b2 sein sollte, sollte die Entwicklung des polnischen Fu\u03b2balls am Ende des 20. Jh., die Entwicklung der fu\u03b2ballerischen Idee\u00a0sowie als Zusammenfassung dieser Geschichte die polnische japanisch-koreanische Verzweiflung veranschaulichen. Wie bereits erw\u00e4hnt, sind leider zwei dieser B\u00e4lle abhanden gekommen, und zu erg\u00e4nzen w\u00e4re, dass sie alle drei in Eierverpackungen geh\u00fcllt werden sollten. Dieses Arrangement sollte suggerieren, dass es sich sozusagen um dicke Eier handelt, genauer gesagt um gro\u03b2e wei\u03b2-rot-schwarze Ostereier, denn auch die Fu\u03b2ball-WM findet dieses Jahr nach Ostern statt, und ich m\u00f6chte noch einmal erw\u00e4hnen, dass ich zu diesen, oder genauer gesagt kurz vor diesen meine Lebensabschnittsgef\u00e4hrtin in einer \u00fcberzweideutigen Situation angetroffen habe.\u00a0<\/p>\n<p> <\/p>\n<p>Im Namen der Gruppe \u201eDuet\u201c m\u00f6chte ich mich f\u00fcr die Ungelegenheiten und die begrenzten visuellen Eindr\u00fccke entschuldigen. Allen interessierten Personen schicke ich gern die Bildnisse des erfreuten Jan Tomaszewski und der weinenden Jungfrau von Ludwin\u00f3w.\u00a0<\/p>\n<p> <\/p>\n<p>Mit dem Ausdruck der Besch\u00e4mung im Namen der Gruppe \u201eDuet\u201c\u00a0<\/p>\n<p> <\/p>\n<p>S\u0142awomir Shuty.<\/p>\n<p><\/p>\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"277\" src=\"http:\/\/www.krakauer-haus.de\/kh-test\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/pilka_pamula.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-663\"\/><figcaption>Jan Pamula, Rektor der Akademie f\u00fcr Sch\u00f6ne K\u00fcnste in Krakau, mit den T\u00f6chtern Marysia und Ela. Geboren 1944 in Spytkowice bei O\u015bwi\u0119cim. 1961-1968 Studium an der Fakult\u00e4t f\u00fcr Malerei und Grafik der Akademie f\u00fcr Sch\u00f6ne K\u00fcnste in Krakau und ab 1967 an der \u00c9cole Nationale Sup\u00e9riere des Beaux Arts in Paris. 1968 Diplom. 1980 Stipendiat der franz\u00f6sischen Regierung, 1982 Stipendiat der Ko\u015bciuszko-Stiftung in New York. Seit 1983 Mitglied des K\u00fcnstlervereins Krakauer Gruppe (Grupa Krakowska). 1992 Dozent an der Universit\u00e4t des Staates Connecticut in Storrs. 1993 erhielt er das Fulbright-Stipendium, absolvierte ein wissenschaftliches Praktikum und hielt Vorlesungen an der Fakult\u00e4t f\u00fcr Kunst im New York Institute of Technology. Gegenw\u00e4rtig Rektor der Akademie f\u00fcr Sch\u00f6ne K\u00fcnste in Krakau. Teilnahme an zahlreichen Einzel- und Sammelausstellungen. Seine Arbeiten sind sowohl in Museen als auch in Privatsammlungen in Polen und im Ausland zu finden.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"277\" src=\"http:\/\/www.krakauer-haus.de\/kh-test\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/pilka_bachorczyk.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-654\"\/><figcaption>Boguslaw Bachorczyk geb. 1969 in Sucha Beskidzka. Absolvent des Staatlichen Lyzeums f\u00fcr Bildende K\u00fcnste \u201eA. Kenar\u201c in Zakopane und der Fakult\u00e4t f\u00fcr Malerei der Akademie f\u00fcr Sch\u00f6ne K\u00fcnste in Krakau. 1998 Diplom bei Prof. W\u0142adys\u0142aw Kunz. Seit 2002 Assistent am Lehrstuhl f\u00fcr Zeichnung der Krakauer Akademie f\u00fcr Sch\u00f6ne K\u00fcnste. Maler, Bildhauer, Zeichner. Stellt Buchunikate her (Erster Preistr\u00e4ger \u201eKsi\u0119ga 2000\u201c [Buch 2000]); f\u00fchrt regelm\u00e4\u00dfig Skizzenmappen. Etwa 40 Einzel- und zahllose Sammelausstellungen. www.bachorczyk.krakow.pl<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"274\" src=\"http:\/\/www.krakauer-haus.de\/kh-test\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/pilka_berdowska.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-655\"\/><figcaption>Tamara Berdowska, 1962 in Rzesz\u00f3w geboren. In den Jahren 1985 \u2013 1990 studierte sie an der Akademie f\u00fcr Sch\u00f6ne K\u00fcnste in Krakau. Ihr Diplom mit Auszeichnung erlangte sie in der Werkstatt von Prof. Janina Kraupe-\u015awiderska. Im Zeitraum zwischen 1988 und 2004 war sie an 71 Sammelausstellungen beteiligt und hatte 12 Einzelausstellungen. Erhielt mehrere Preise und Auszeichnungen. Sie war Stipendiatin des polnischen Ministeriums f\u00fcr Kunst und Kultur sowie der Pollock-Krasner-Stiftung New York.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"240\" height=\"219\" src=\"http:\/\/www.krakauer-haus.de\/kh-test\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/pilka_doroszenko.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-656\"\/><figcaption>Iraq &#8211; Child.Jacek Doroszenko  Geboren 1979 in Bielsk Podlaski. Studierte Innenarchitektur an der Technischen Hochschule in Bydgoszcz (Bromberg), Diplom 2002. Gegenw\u00e4rtig Student im 4. Studienjahr an der Fakult\u00e4t f\u00fcr Malerei der Akademie f\u00fcr Sch\u00f6ne K\u00fcnste in Krakau. Neben Malerei und Zeichnung besch\u00e4ftigt er sich mit der Kunst der Neuen Medien und der Suche eines ad\u00e4quaten Platzes f\u00fcr diese im Internet. Komponiert und realisiert Vertonungen f\u00fcr Websites und eigene Kunstprojekte. Arbeitet als freischaffender Designer, Computergrafiker und Musiker. Organisierte zwei Einzelausstellungen von Gem\u00e4lden (\u201eSlady\u201c [Spuren], 1999 und \u201eBez tytulu\u201c [Ohne Titel], 2000), nahm an mehreren Sammelausstellungen teil. Mehr \u00fcber sein Wirken: www.jacek.xn.pl<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"240\" height=\"219\" src=\"http:\/\/www.krakauer-haus.de\/kh-test\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/pilka_doroszenko1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-657\"\/><figcaption>Iraq &#8211; Earth.Jacek Doroszenko  Geboren 1979 in Bielsk Podlaski. Studierte Innenarchitektur an der Technischen Hochschule in Bydgoszcz (Bromberg), Diplom 2002. Gegenw\u00e4rtig Student im 4. Studienjahr an der Fakult\u00e4t f\u00fcr Malerei der Akademie f\u00fcr Sch\u00f6ne K\u00fcnste in Krakau. Neben Malerei und Zeichnung besch\u00e4ftigt er sich mit der Kunst der Neuen Medien und der Suche eines ad\u00e4quaten Platzes f\u00fcr diese im Internet. Komponiert und realisiert Vertonungen f\u00fcr Websites und eigene Kunstprojekte. Arbeitet als freischaffender Designer, Computergrafiker und Musiker. Organisierte zwei Einzelausstellungen von Gem\u00e4lden (\u201eSlady\u201c [Spuren], 1999 und \u201eBez tytulu\u201c [Ohne Titel], 2000), nahm an mehreren Sammelausstellungen teil. Mehr \u00fcber sein Wirken: www.jacek.xn.pl<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"240\" height=\"219\" src=\"http:\/\/www.krakauer-haus.de\/kh-test\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/pilka_doroszenko2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-658\"\/><figcaption>Iraq &#8211; Naphtha.Jacek Doroszenko  Geboren 1979 in Bielsk Podlaski. Studierte Innenarchitektur an der Technischen Hochschule in Bydgoszcz (Bromberg), Diplom 2002. Gegenw\u00e4rtig Student im 4. Studienjahr an der Fakult\u00e4t f\u00fcr Malerei der Akademie f\u00fcr Sch\u00f6ne K\u00fcnste in Krakau. Neben Malerei und Zeichnung besch\u00e4ftigt er sich mit der Kunst der Neuen Medien und der Suche eines ad\u00e4quaten Platzes f\u00fcr diese im Internet. Komponiert und realisiert Vertonungen f\u00fcr Websites und eigene Kunstprojekte. Arbeitet als freischaffender Designer, Computergrafiker und Musiker. Organisierte zwei Einzelausstellungen von Gem\u00e4lden (\u201eSlady\u201c [Spuren], 1999 und \u201eBez tytulu\u201c [Ohne Titel], 2000), nahm an mehreren Sammelausstellungen teil. Mehr \u00fcber sein Wirken: www.jacek.xn.pl<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"273\" src=\"http:\/\/www.krakauer-haus.de\/kh-test\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/pilka_drozdz.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-659\"\/><figcaption>Agnieszka Dr\u00f3\u017cd\u017c &#8211; e-H\u00e4kelnadel Ich bin 28, Absolventin der Wirtschaftsakademie in Krakau und arbeite in einer Internet-Firma. Weder mein Alter noch die abgeschlossene Studienrichtung lassen R\u00fcckschl\u00fcsse auf meine gegenw\u00e4rtige Leidenschaft \u2013 Handarbeit \u2013 ziehen. Damit meine ich jedoch nicht das, was junge Leute von heute sofort damit in Verbindung bringen ;), sondern vielmehr traditionelle Bet\u00e4tigungen wie H\u00e4keln oder Stricken\u2026 Grundfertigkeiten im H\u00e4keln und Stricken habe ich als Kind von meiner Mutter und meiner Oma erworben. \u00dcbrigens kam mir das in der Grundschule im Werkunterricht sehr zugute. Danach habe ich viele Jahre lang keinen Gedanken mehr daran verschwendet \u2013 bis zu einem langen, langweiligen Herbstnachmittag kurz nach Abschluss meines Studiums. Damals habe ich beschlossen, mal nachzuschauen, wozu das Internet au\u00dfer f\u00fcr meine Arbeit noch gut sein kann und stie\u00df auf ein paar Diskussionsgruppen. In einer davon ging es genau um Handarbeiten. Ich frischte mein fr\u00fcheres Wissen \u00fcber das H\u00e4keln und Stricken auf, lernte etwas \u00fcber Frivolit\u00e9spitzen und D\u00e9coupage. Vor kurzem habe ich entdeckt, welch sch\u00f6nen und unvergleichlichen Schmuck man selbst herstellen kann. Auch begeistern mich die M\u00f6glichkeiten, die das Keramikhandwerk bietet.  Was wohl als n\u00e4chstes kommt? \ud83d\ude09 Mein k\u00fcnftiger Ehemann: \u201eBesorgt frage ich mich, wann sich Agnieszka wohl f\u00fcr Bronzeskulptur zu interessieren beginnt\u2026 Au\u00dfer mit Metall hat sie sich eigentlich schon mit jedem Werkstoff vertraut gemacht. ;-)\u201c<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"267\" src=\"http:\/\/www.krakauer-haus.de\/kh-test\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/pilka_wiedemann.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-669\"\/><figcaption>Adam Wiedemann &#8211; mit der Gruppe Bankomat. Geboren 1967 in Krotoszyn. Dichter, Prosaschriftsteller, Literatur- und Musikkritiker, Doktorand am Institut f\u00fcr Polnische Philologie der Jagiellonen-Universit\u00e4t. Lebt in Krakau. Autor von drei Gedicht- und drei Erz\u00e4hlb\u00e4nden. Tr\u00e4ger des KO\u015aCIELSKI-PREISES, zweimal f\u00fcr den angesehenen Nike-Literaturpreis nominiert. <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"273\" src=\"http:\/\/www.krakauer-haus.de\/kh-test\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/pilka_drozdz1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-660\"\/><figcaption>Agnieszka Dr\u00f3\u017cd\u017c &#8211; e-H\u00e4kelnadel Ich bin 28, Absolventin der Wirtschaftsakademie in Krakau und arbeite in einer Internet-Firma. Weder mein Alter noch die abgeschlossene Studienrichtung lassen R\u00fcckschl\u00fcsse auf meine gegenw\u00e4rtige Leidenschaft \u2013 Handarbeit \u2013 ziehen. Damit meine ich jedoch nicht das, was junge Leute von heute sofort damit in Verbindung bringen ;), sondern vielmehr traditionelle Bet\u00e4tigungen wie H\u00e4keln oder Stricken\u2026 Grundfertigkeiten im H\u00e4keln und Stricken habe ich als Kind von meiner Mutter und meiner Oma erworben. \u00dcbrigens kam mir das in der Grundschule im Werkunterricht sehr zugute. Danach habe ich viele Jahre lang keinen Gedanken mehr daran verschwendet \u2013 bis zu einem langen, langweiligen Herbstnachmittag kurz nach Abschluss meines Studiums. Damals habe ich beschlossen, mal nachzuschauen, wozu das Internet au\u00dfer f\u00fcr meine Arbeit noch gut sein kann und stie\u00df auf ein paar Diskussionsgruppen. In einer davon ging es genau um Handarbeiten. Ich frischte mein fr\u00fcheres Wissen \u00fcber das H\u00e4keln und Stricken auf, lernte etwas \u00fcber Frivolit\u00e9spitzen und D\u00e9coupage. Vor kurzem habe ich entdeckt, welch sch\u00f6nen und unvergleichlichen Schmuck man selbst herstellen kann. Auch begeistern mich die M\u00f6glichkeiten, die das Keramikhandwerk bietet.  Was wohl als n\u00e4chstes kommt? \ud83d\ude09 Mein k\u00fcnftiger Ehemann: \u201eBesorgt frage ich mich, wann sich Agnieszka wohl f\u00fcr Bronzeskulptur zu interessieren beginnt\u2026 Au\u00dfer mit Metall hat sie sich eigentlich schon mit jedem Werkstoff vertraut gemacht. ;-)\u201c<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"301\" height=\"275\" src=\"http:\/\/www.krakauer-haus.de\/kh-test\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/pilka_orbitowski.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-662\" srcset=\"https:\/\/www.krakauer-haus.de\/kh-test\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/pilka_orbitowski.jpg 301w, https:\/\/www.krakauer-haus.de\/kh-test\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/pilka_orbitowski-300x274.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 301px) 100vw, 301px\" \/><figcaption>Janusz Orbitowski studierte an der Fakult\u00e4t f\u00fcr Malerei und Grafik der Krakauer Akademie f\u00fcr Sch\u00f6ne K\u00fcnste, in der Werkstatt von A. Marczy\u0144ski. 1967 erlangte er das Abschlussdiplom mit Auszeichnung. Als ordentlicher Professor der Krakauer Kunstakademie leitet er gegenw\u00e4rtig den Lehrstuhl f\u00fcr Zeichnung. Hatte zwanzig Einzelausstellungen in Polen und im Ausland, nahm an mehr als hundert Sammelausstellungen teil, welche die Str\u00f6mung der geometrischen Abstraktion vergegenw\u00e4rtigen. Hauptinteressengebiete von J. Orbitowski sind Raum, Licht, Bewegung und ihre Beziehungen zueinander. Seit 1970 ist das Relief f\u00fcr den Maler ein essentielles Ausdrucksmittel. Er ist Preistr\u00e4ger der Pollock-Krasner-Stiftung New York.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"270\" src=\"http:\/\/www.krakauer-haus.de\/kh-test\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/pilka_pecak.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-664\"\/><figcaption>Maciej Pecak Geboren 1964 in Rymanow, lebt und arbeitet in Krakau. Absolvent des Lyzeums f\u00fcr Bildende Kunst, in Krakau studierte er an der Fakult\u00e4t f\u00fcr Bildhauerei an der Akademie f\u00fcr Sch\u00f6ne K\u00fcnste, sein Diplom erhielt bei Prof. Antoni Chajdecki. Maciej Pecak ist ein experimentierender K\u00fcnstler, die Leitmotive in seiner Kunst bilden die Menschen, die Natur und die Stadt. Er besch\u00e4ftigt sich auch mit Denkm\u00e4ler und mit der Sakralkunst. Zu seinen interessanten k\u00fcnstlerischen Aussagen geh\u00f6ren auch Installationen. Er arbeitet mit traditionellen Materialien, wie Holz und Stein, nicht selten verbindet sie miteinander, oder erg\u00e4nzt sie um Elemente aus Glas, Acrylglas oder Metall. Skulpturen von Maciej Pecak befinden sich in zahlreichen Sammlungen und Galerien in Polen und weltweit.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"250\" src=\"http:\/\/www.krakauer-haus.de\/kh-test\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/pilka_shuty.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-666\"\/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"277\" src=\"http:\/\/www.krakauer-haus.de\/kh-test\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/pilka_siek.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-667\"\/><figcaption>Andrzej Siek Jahrgang 1973, Absolvent der Fakult\u00e4t f\u00fcr Bildhauerei an der Akademie f\u00fcr Sch\u00f6ne K\u00fcnste in Krakau. Sein Diplom mit Auszeichnung erhielt er im Jahre 1999. Begr\u00fcnder des K\u00fcnstlervereins T.A.M. Fertigt Holz-, Metall- und Steinskulpturen an und entwirft B\u00fchnenbilder, Masken, Kost\u00fcme f\u00fcr Happenings und Konzerte primitiver Musik. Seine Arbeiten wurden in Krakau, Kattowitz, Warschau und Breslau ausgestellt.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"276\" src=\"http:\/\/www.krakauer-haus.de\/kh-test\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/pilka_sikora.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-668\"\/><figcaption>Tomek Sikora wurde 1948 in Warschau geboren. Von 1972 bis 1982 arbeitete er als Fotoreporter der Warschauer Wochenzeitschrift \u201eTygodnik Ilustrowany Perspektywy\u201c. Seit 1982 in Australien, wo er eine Agentur f\u00fcr Werbefotografie gr\u00fcndete. Er leitete Fotoworkshops in Victoria College in Melbourne, ver\u00f6ffentlichte B\u00fccher und Kalender. Autor von Theater- und Filmplakaten, Buchillustrationen, realisiert Werbeprojekte f\u00fcr Agenturen in Europa und in Amerika. Tomek Sikora betrachtet Fotografie als eine Spielform und eine Quelle der unendlichen Suche.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"400\" height=\"318\" src=\"http:\/\/www.krakauer-haus.de\/kh-test\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/pilka_film.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-661\" srcset=\"https:\/\/www.krakauer-haus.de\/kh-test\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/pilka_film.jpg 400w, https:\/\/www.krakauer-haus.de\/kh-test\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/pilka_film-300x239.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><figcaption>Video: Krzysztof Kaczmarek, Jahrgang 1983, Absolvent des katholischen allgemeinbildenden Lyzeums in Tschenstochau, Student im 2. Studienjahr an der Fakult\u00e4t f\u00fcr Grafik der Akademie f\u00fcr Sch\u00f6ne K\u00fcnste in Krakau. Tomasz Kowalski Tomasz kowalski, geboren 1984. Absolvent des Lyzeums f\u00fcr Bildende Kunst in Zamosc. 2003 Stipendium des Kulturministers f\u00fcr herausragende gestalterische Leistungen. Student im 2. Studienjahr an der Fakult\u00e4t f\u00fcr Malerei der Krakauer Akademie f\u00fcr Sch\u00f6ne K\u00fcnste.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"400\" height=\"163\" src=\"http:\/\/www.krakauer-haus.de\/kh-test\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/pilka_piekarz.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-665\" srcset=\"https:\/\/www.krakauer-haus.de\/kh-test\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/pilka_piekarz.jpg 400w, https:\/\/www.krakauer-haus.de\/kh-test\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/pilka_piekarz-300x122.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><figcaption>Rafa\u0142 Piekarz Jahrgang 1978. Studierte Fotografie an der Filmhochschule in \u0141\u00f3d\u017a (Lodsch). Gegenw\u00e4rtig studiert er Malereigrafik an der Akademie f\u00fcr Sch\u00f6ne K\u00fcnste <\/figcaption><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>27 MAI | 19:00 UHR Wie es zu der Ausstellung &#8222;Fussbal, Puma, K\u00fcnstler&#8220; kam?Ich muss gestehen, als ich die Nachricht bekam, dass die Blaue Ball Nacht 2006 unter dem Motto [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_et_pb_use_builder":"off","_et_pb_old_content":"<h2><span style=\"color: #6b6b6b;\">27 MAI | 19:00 UHR<\/span><\/h2>\n<p>\u00a0<\/p>\n\n<!-- wp:image {\"id\":663} -->\n<figure class=\"wp-block-image\"><img src=\"http:\/\/www.krakauer-haus.de\/kh-test\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/pilka_pamula.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-663\"\/><figcaption>Jan Pamula, Rektor der Akademie f\u00fcr Sch\u00f6ne K\u00fcnste in Krakau, mit den T\u00f6chtern Marysia und Ela. Geboren 1944 in Spytkowice bei O\u015bwi\u0119cim. 1961-1968 Studium an der Fakult\u00e4t f\u00fcr Malerei und Grafik der Akademie f\u00fcr Sch\u00f6ne K\u00fcnste in Krakau und ab 1967 an der \u00c9cole Nationale Sup\u00e9riere des Beaux Arts in Paris. 1968 Diplom. 1980 Stipendiat der franz\u00f6sischen Regierung, 1982 Stipendiat der Ko\u015bciuszko-Stiftung in New York. Seit 1983 Mitglied des K\u00fcnstlervereins Krakauer Gruppe (Grupa Krakowska). 1992 Dozent an der Universit\u00e4t des Staates Connecticut in Storrs. 1993 erhielt er das Fulbright-Stipendium, absolvierte ein wissenschaftliches Praktikum und hielt Vorlesungen an der Fakult\u00e4t f\u00fcr Kunst im New York Institute of Technology. Gegenw\u00e4rtig Rektor der Akademie f\u00fcr Sch\u00f6ne K\u00fcnste in Krakau. Teilnahme an zahlreichen Einzel- und Sammelausstellungen. Seine Arbeiten sind sowohl in Museen als auch in Privatsammlungen in Polen und im Ausland zu finden.<\/figcaption><\/figure>\n<!-- \/wp:image -->\n\n<!-- wp:image {\"id\":654} -->\n<figure class=\"wp-block-image\"><img src=\"http:\/\/www.krakauer-haus.de\/kh-test\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/pilka_bachorczyk.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-654\"\/><figcaption>Boguslaw Bachorczyk geb. 1969 in Sucha Beskidzka. Absolvent des Staatlichen Lyzeums f\u00fcr Bildende K\u00fcnste \u201eA. Kenar\u201c in Zakopane und der Fakult\u00e4t f\u00fcr Malerei der Akademie f\u00fcr Sch\u00f6ne K\u00fcnste in Krakau. 1998 Diplom bei Prof. W\u0142adys\u0142aw Kunz. Seit 2002 Assistent am Lehrstuhl f\u00fcr Zeichnung der Krakauer Akademie f\u00fcr Sch\u00f6ne K\u00fcnste. Maler, Bildhauer, Zeichner. Stellt Buchunikate her (Erster Preistr\u00e4ger \u201eKsi\u0119ga 2000\u201c [Buch 2000]); f\u00fchrt regelm\u00e4\u00dfig Skizzenmappen. Etwa 40 Einzel- und zahllose Sammelausstellungen. www.bachorczyk.krakow.pl<\/figcaption><\/figure>\n<!-- \/wp:image -->\n\n<!-- wp:image {\"id\":655} -->\n<figure class=\"wp-block-image\"><img src=\"http:\/\/www.krakauer-haus.de\/kh-test\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/pilka_berdowska.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-655\"\/><figcaption>Tamara Berdowska, 1962 in Rzesz\u00f3w geboren. In den Jahren 1985 \u2013 1990 studierte sie an der Akademie f\u00fcr Sch\u00f6ne K\u00fcnste in Krakau. Ihr Diplom mit Auszeichnung erlangte sie in der Werkstatt von Prof. Janina Kraupe-\u015awiderska. Im Zeitraum zwischen 1988 und 2004 war sie an 71 Sammelausstellungen beteiligt und hatte 12 Einzelausstellungen. Erhielt mehrere Preise und Auszeichnungen. Sie war Stipendiatin des polnischen Ministeriums f\u00fcr Kunst und Kultur sowie der Pollock-Krasner-Stiftung New York.<\/figcaption><\/figure>\n<!-- \/wp:image -->\n\n<!-- wp:image {\"id\":656} -->\n<figure class=\"wp-block-image\"><img src=\"http:\/\/www.krakauer-haus.de\/kh-test\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/pilka_doroszenko.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-656\"\/><figcaption>Iraq - Child.Jacek Doroszenko  Geboren 1979 in Bielsk Podlaski. Studierte Innenarchitektur an der Technischen Hochschule in Bydgoszcz (Bromberg), Diplom 2002. Gegenw\u00e4rtig Student im 4. Studienjahr an der Fakult\u00e4t f\u00fcr Malerei der Akademie f\u00fcr Sch\u00f6ne K\u00fcnste in Krakau. Neben Malerei und Zeichnung besch\u00e4ftigt er sich mit der Kunst der Neuen Medien und der Suche eines ad\u00e4quaten Platzes f\u00fcr diese im Internet. Komponiert und realisiert Vertonungen f\u00fcr Websites und eigene Kunstprojekte. Arbeitet als freischaffender Designer, Computergrafiker und Musiker. Organisierte zwei Einzelausstellungen von Gem\u00e4lden (\u201eSlady\u201c [Spuren], 1999 und \u201eBez tytulu\u201c [Ohne Titel], 2000), nahm an mehreren Sammelausstellungen teil. Mehr \u00fcber sein Wirken: www.jacek.xn.pl<\/figcaption><\/figure>\n<!-- \/wp:image -->\n\n<!-- wp:image {\"id\":657} -->\n<figure class=\"wp-block-image\"><img src=\"http:\/\/www.krakauer-haus.de\/kh-test\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/pilka_doroszenko1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-657\"\/><figcaption>Iraq - Earth.Jacek Doroszenko  Geboren 1979 in Bielsk Podlaski. Studierte Innenarchitektur an der Technischen Hochschule in Bydgoszcz (Bromberg), Diplom 2002. Gegenw\u00e4rtig Student im 4. Studienjahr an der Fakult\u00e4t f\u00fcr Malerei der Akademie f\u00fcr Sch\u00f6ne K\u00fcnste in Krakau. Neben Malerei und Zeichnung besch\u00e4ftigt er sich mit der Kunst der Neuen Medien und der Suche eines ad\u00e4quaten Platzes f\u00fcr diese im Internet. Komponiert und realisiert Vertonungen f\u00fcr Websites und eigene Kunstprojekte. Arbeitet als freischaffender Designer, Computergrafiker und Musiker. Organisierte zwei Einzelausstellungen von Gem\u00e4lden (\u201eSlady\u201c [Spuren], 1999 und \u201eBez tytulu\u201c [Ohne Titel], 2000), nahm an mehreren Sammelausstellungen teil. Mehr \u00fcber sein Wirken: www.jacek.xn.pl<\/figcaption><\/figure>\n<!-- \/wp:image -->\n\n<!-- wp:image {\"id\":658} -->\n<figure class=\"wp-block-image\"><img src=\"http:\/\/www.krakauer-haus.de\/kh-test\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/pilka_doroszenko2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-658\"\/><figcaption>Iraq - Naphtha.Jacek Doroszenko  Geboren 1979 in Bielsk Podlaski. Studierte Innenarchitektur an der Technischen Hochschule in Bydgoszcz (Bromberg), Diplom 2002. Gegenw\u00e4rtig Student im 4. Studienjahr an der Fakult\u00e4t f\u00fcr Malerei der Akademie f\u00fcr Sch\u00f6ne K\u00fcnste in Krakau. Neben Malerei und Zeichnung besch\u00e4ftigt er sich mit der Kunst der Neuen Medien und der Suche eines ad\u00e4quaten Platzes f\u00fcr diese im Internet. Komponiert und realisiert Vertonungen f\u00fcr Websites und eigene Kunstprojekte. Arbeitet als freischaffender Designer, Computergrafiker und Musiker. Organisierte zwei Einzelausstellungen von Gem\u00e4lden (\u201eSlady\u201c [Spuren], 1999 und \u201eBez tytulu\u201c [Ohne Titel], 2000), nahm an mehreren Sammelausstellungen teil. Mehr \u00fcber sein Wirken: www.jacek.xn.pl<\/figcaption><\/figure>\n<!-- \/wp:image -->\n\n<!-- wp:image {\"id\":659} -->\n<figure class=\"wp-block-image\"><img src=\"http:\/\/www.krakauer-haus.de\/kh-test\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/pilka_drozdz.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-659\"\/><figcaption>Agnieszka Dr\u00f3\u017cd\u017c - e-H\u00e4kelnadel Ich bin 28, Absolventin der Wirtschaftsakademie in Krakau und arbeite in einer Internet-Firma. Weder mein Alter noch die abgeschlossene Studienrichtung lassen R\u00fcckschl\u00fcsse auf meine gegenw\u00e4rtige Leidenschaft \u2013 Handarbeit \u2013 ziehen. Damit meine ich jedoch nicht das, was junge Leute von heute sofort damit in Verbindung bringen ;), sondern vielmehr traditionelle Bet\u00e4tigungen wie H\u00e4keln oder Stricken\u2026 Grundfertigkeiten im H\u00e4keln und Stricken habe ich als Kind von meiner Mutter und meiner Oma erworben. \u00dcbrigens kam mir das in der Grundschule im Werkunterricht sehr zugute. Danach habe ich viele Jahre lang keinen Gedanken mehr daran verschwendet \u2013 bis zu einem langen, langweiligen Herbstnachmittag kurz nach Abschluss meines Studiums. Damals habe ich beschlossen, mal nachzuschauen, wozu das Internet au\u00dfer f\u00fcr meine Arbeit noch gut sein kann und stie\u00df auf ein paar Diskussionsgruppen. In einer davon ging es genau um Handarbeiten. Ich frischte mein fr\u00fcheres Wissen \u00fcber das H\u00e4keln und Stricken auf, lernte etwas \u00fcber Frivolit\u00e9spitzen und D\u00e9coupage. Vor kurzem habe ich entdeckt, welch sch\u00f6nen und unvergleichlichen Schmuck man selbst herstellen kann. Auch begeistern mich die M\u00f6glichkeiten, die das Keramikhandwerk bietet.  Was wohl als n\u00e4chstes kommt? ;-) Mein k\u00fcnftiger Ehemann: \u201eBesorgt frage ich mich, wann sich Agnieszka wohl f\u00fcr Bronzeskulptur zu interessieren beginnt\u2026 Au\u00dfer mit Metall hat sie sich eigentlich schon mit jedem Werkstoff vertraut gemacht. ;-)\u201c<\/figcaption><\/figure>\n<!-- \/wp:image -->\n\n<!-- wp:image {\"id\":669} -->\n<figure class=\"wp-block-image\"><img src=\"http:\/\/www.krakauer-haus.de\/kh-test\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/pilka_wiedemann.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-669\"\/><figcaption>Adam Wiedemann - mit der Gruppe Bankomat. Geboren 1967 in Krotoszyn. Dichter, Prosaschriftsteller, Literatur- und Musikkritiker, Doktorand am Institut f\u00fcr Polnische Philologie der Jagiellonen-Universit\u00e4t. Lebt in Krakau. Autor von drei Gedicht- und drei Erz\u00e4hlb\u00e4nden. Tr\u00e4ger des KO\u015aCIELSKI-PREISES, zweimal f\u00fcr den angesehenen Nike-Literaturpreis nominiert. <\/figcaption><\/figure>\n<!-- \/wp:image -->\n\n<!-- wp:image {\"id\":660} -->\n<figure class=\"wp-block-image\"><img src=\"http:\/\/www.krakauer-haus.de\/kh-test\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/pilka_drozdz1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-660\"\/><figcaption>Agnieszka Dr\u00f3\u017cd\u017c - e-H\u00e4kelnadel Ich bin 28, Absolventin der Wirtschaftsakademie in Krakau und arbeite in einer Internet-Firma. Weder mein Alter noch die abgeschlossene Studienrichtung lassen R\u00fcckschl\u00fcsse auf meine gegenw\u00e4rtige Leidenschaft \u2013 Handarbeit \u2013 ziehen. Damit meine ich jedoch nicht das, was junge Leute von heute sofort damit in Verbindung bringen ;), sondern vielmehr traditionelle Bet\u00e4tigungen wie H\u00e4keln oder Stricken\u2026 Grundfertigkeiten im H\u00e4keln und Stricken habe ich als Kind von meiner Mutter und meiner Oma erworben. \u00dcbrigens kam mir das in der Grundschule im Werkunterricht sehr zugute. Danach habe ich viele Jahre lang keinen Gedanken mehr daran verschwendet \u2013 bis zu einem langen, langweiligen Herbstnachmittag kurz nach Abschluss meines Studiums. Damals habe ich beschlossen, mal nachzuschauen, wozu das Internet au\u00dfer f\u00fcr meine Arbeit noch gut sein kann und stie\u00df auf ein paar Diskussionsgruppen. In einer davon ging es genau um Handarbeiten. Ich frischte mein fr\u00fcheres Wissen \u00fcber das H\u00e4keln und Stricken auf, lernte etwas \u00fcber Frivolit\u00e9spitzen und D\u00e9coupage. Vor kurzem habe ich entdeckt, welch sch\u00f6nen und unvergleichlichen Schmuck man selbst herstellen kann. Auch begeistern mich die M\u00f6glichkeiten, die das Keramikhandwerk bietet.  Was wohl als n\u00e4chstes kommt? ;-) Mein k\u00fcnftiger Ehemann: \u201eBesorgt frage ich mich, wann sich Agnieszka wohl f\u00fcr Bronzeskulptur zu interessieren beginnt\u2026 Au\u00dfer mit Metall hat sie sich eigentlich schon mit jedem Werkstoff vertraut gemacht. ;-)\u201c<\/figcaption><\/figure>\n<!-- \/wp:image -->\n\n<!-- wp:image {\"id\":662} -->\n<figure class=\"wp-block-image\"><img src=\"http:\/\/www.krakauer-haus.de\/kh-test\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/pilka_orbitowski.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-662\"\/><figcaption>Janusz Orbitowski studierte an der Fakult\u00e4t f\u00fcr Malerei und Grafik der Krakauer Akademie f\u00fcr Sch\u00f6ne K\u00fcnste, in der Werkstatt von A. Marczy\u0144ski. 1967 erlangte er das Abschlussdiplom mit Auszeichnung. Als ordentlicher Professor der Krakauer Kunstakademie leitet er gegenw\u00e4rtig den Lehrstuhl f\u00fcr Zeichnung. Hatte zwanzig Einzelausstellungen in Polen und im Ausland, nahm an mehr als hundert Sammelausstellungen teil, welche die Str\u00f6mung der geometrischen Abstraktion vergegenw\u00e4rtigen. Hauptinteressengebiete von J. Orbitowski sind Raum, Licht, Bewegung und ihre Beziehungen zueinander. Seit 1970 ist das Relief f\u00fcr den Maler ein essentielles Ausdrucksmittel. Er ist Preistr\u00e4ger der Pollock-Krasner-Stiftung New York.<\/figcaption><\/figure>\n<!-- \/wp:image -->\n\n<!-- wp:image {\"id\":664} -->\n<figure class=\"wp-block-image\"><img src=\"http:\/\/www.krakauer-haus.de\/kh-test\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/pilka_pecak.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-664\"\/><figcaption>Maciej Pecak Geboren 1964 in Rymanow, lebt und arbeitet in Krakau. Absolvent des Lyzeums f\u00fcr Bildende Kunst, in Krakau studierte er an der Fakult\u00e4t f\u00fcr Bildhauerei an der Akademie f\u00fcr Sch\u00f6ne K\u00fcnste, sein Diplom erhielt bei Prof. Antoni Chajdecki. Maciej Pecak ist ein experimentierender K\u00fcnstler, die Leitmotive in seiner Kunst bilden die Menschen, die Natur und die Stadt. Er besch\u00e4ftigt sich auch mit Denkm\u00e4ler und mit der Sakralkunst. Zu seinen interessanten k\u00fcnstlerischen Aussagen geh\u00f6ren auch Installationen. Er arbeitet mit traditionellen Materialien, wie Holz und Stein, nicht selten verbindet sie miteinander, oder erg\u00e4nzt sie um Elemente aus Glas, Acrylglas oder Metall. Skulpturen von Maciej Pecak befinden sich in zahlreichen Sammlungen und Galerien in Polen und weltweit.<\/figcaption><\/figure>\n<!-- \/wp:image -->\n\n<!-- wp:image {\"id\":666} -->\n<figure class=\"wp-block-image\"><img src=\"http:\/\/www.krakauer-haus.de\/kh-test\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/pilka_shuty.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-666\"\/><\/figure>\n<!-- \/wp:image -->\n\n<!-- wp:image {\"id\":667} -->\n<figure class=\"wp-block-image\"><img src=\"http:\/\/www.krakauer-haus.de\/kh-test\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/pilka_siek.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-667\"\/><figcaption>Andrzej Siek Jahrgang 1973, Absolvent der Fakult\u00e4t f\u00fcr Bildhauerei an der Akademie f\u00fcr Sch\u00f6ne K\u00fcnste in Krakau. Sein Diplom mit Auszeichnung erhielt er im Jahre 1999. Begr\u00fcnder des K\u00fcnstlervereins T.A.M. Fertigt Holz-, Metall- und Steinskulpturen an und entwirft B\u00fchnenbilder, Masken, Kost\u00fcme f\u00fcr Happenings und Konzerte primitiver Musik. Seine Arbeiten wurden in Krakau, Kattowitz, Warschau und Breslau ausgestellt.<\/figcaption><\/figure>\n<!-- \/wp:image -->\n\n<!-- wp:image {\"id\":668} -->\n<figure class=\"wp-block-image\"><img src=\"http:\/\/www.krakauer-haus.de\/kh-test\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/pilka_sikora.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-668\"\/><figcaption>Tomek Sikora wurde 1948 in Warschau geboren. Von 1972 bis 1982 arbeitete er als Fotoreporter der Warschauer Wochenzeitschrift \u201eTygodnik Ilustrowany Perspektywy\u201c. Seit 1982 in Australien, wo er eine Agentur f\u00fcr Werbefotografie gr\u00fcndete. Er leitete Fotoworkshops in Victoria College in Melbourne, ver\u00f6ffentlichte B\u00fccher und Kalender. Autor von Theater- und Filmplakaten, Buchillustrationen, realisiert Werbeprojekte f\u00fcr Agenturen in Europa und in Amerika. Tomek Sikora betrachtet Fotografie als eine Spielform und eine Quelle der unendlichen Suche.<\/figcaption><\/figure>\n<!-- \/wp:image -->\n\n<!-- wp:image {\"id\":661} -->\n<figure class=\"wp-block-image\"><img src=\"http:\/\/www.krakauer-haus.de\/kh-test\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/pilka_film.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-661\"\/><figcaption>Video: Krzysztof Kaczmarek, Jahrgang 1983, Absolvent des katholischen allgemeinbildenden Lyzeums in Tschenstochau, Student im 2. Studienjahr an der Fakult\u00e4t f\u00fcr Grafik der Akademie f\u00fcr Sch\u00f6ne K\u00fcnste in Krakau. Tomasz Kowalski Tomasz kowalski, geboren 1984. Absolvent des Lyzeums f\u00fcr Bildende Kunst in Zamosc. 2003 Stipendium des Kulturministers f\u00fcr herausragende gestalterische Leistungen. Student im 2. Studienjahr an der Fakult\u00e4t f\u00fcr Malerei der Krakauer Akademie f\u00fcr Sch\u00f6ne K\u00fcnste.<\/figcaption><\/figure>\n<!-- \/wp:image -->\n\n<!-- wp:image {\"id\":665} -->\n<figure class=\"wp-block-image\"><img src=\"http:\/\/www.krakauer-haus.de\/kh-test\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/pilka_piekarz.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-665\"\/><figcaption>Rafa\u0142 Piekarz Jahrgang 1978. Studierte Fotografie an der Filmhochschule in \u0141\u00f3d\u017a (Lodsch). Gegenw\u00e4rtig studiert er Malereigrafik an der Akademie f\u00fcr Sch\u00f6ne K\u00fcnste <\/figcaption><\/figure>\n<!-- \/wp:image -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><strong>Wie es zu der Ausstellung \"Fussbal, Puma, K\u00fcnstler\" kam?<\/strong><br>Ich muss gestehen, als ich die Nachricht bekam, dass die Blaue Ball Nacht 2006 unter dem Motto FUSSBALL stehen w\u00fcrde, war ich nicht begeistert. Ich sa\u03b2 mit Bogu\u015b Bachorczyk auf dem Sockel des Hans-Sachs-Denkmals neben einem Stra\u03b2encaf \u00e9, dessen Pl\u00e4tze restlos mit N\u00fcrnbergern besetzt waren, die in vollen Z\u00fcgen die Oktobersonne genossen. Wir tranken Kaffee, und ich beklagte mich, dass Fu\u03b2ball als Thema einer die ganze Nacht andauernden Kulturveranstaltung im Krakauer Haus meine Fantasie irgendwie nicht befl\u00fcgelt, dass die Deutschen im WM-Jahr sowieso vom Fu\u03b2ballfieber befallen sein werden und dass noch mehr Veranstaltungen zum Thema Fu\u03b2ball daher wirken m\u00fcssen, als legte man eine Nadel auf einen Heuhaufen, damit er h\u00f6her wird. Ich beschloss also, f\u00fcr das Krakauer Haus eine V\u00f6llig Fu\u03b2ballfreie Zone vorzuschlagen, Ohne B\u00e4lle Oder Andere Runde Gegenst\u00e4nde, eine Zufluchtsst\u00e4tte f\u00fcr jene, denen Emotionen beim Anblick eines gr\u00fcnen Rasens mit darauf rumrennenden jungen Kerlen in kurzen Hosen g\u00e4nzlich wesensfremd sind. Ich organisiere stattdessen Konzerte und Begegnungen und Vernissagen und \u2026&nbsp;<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>\u201e\u2026 und niemand wird kommen\u201c, platzte Bachorczyk in meine Fantasien. Ich wusste, er hat Recht. Mehr noch: Ich wusste, dass sogar ich, die ich im Alltag dem Fu\u03b2ball v\u00f6llig gleichg\u00fcltig gegen\u00fcberstehe, w\u00e4hrend der WMs seiner Magie erlegen bin, dass ich mit angehaltenem Atem den WM-Verlauf verfolge und nichts und niemand mich dann in irgendwelche Konzerte oder Vernissagen bekommt.&nbsp;<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>\u201eIch hab da eine Idee\u201d, meinte Bachorczyk, der am Tag zuvor im Krakauer Haus eine Ausstellung seiner Arbeiten er\u00f6ffnet hatte. \u201eMachen wir doch eine Ballausstellung. Du suchst einen Sponsor, der uns die B\u00e4lle liefert, ich bitte in Krakau ein paar K\u00fcnstler, sie als Arbeitsmaterial zu benutzen, und du wirst sehen, sie zaubern uns ein paar Schmuckst\u00fccke.\u201c&nbsp;<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>PUMA POLSKA erwies sich als gn\u00e4diger Sponsor. Von ihnen bekamen wir nagelneue B\u00e4lle, Trikots in den polnischen Farben, in denen wir auf der Vernissage in N\u00fcrnberg Polen W\u00fcrdig Repr\u00e4sentieren k\u00f6nnen, sowie das Angebot, die Ausstellung anschlie\u03b2end im Puma-Gesch\u00e4ft in Krakau zu zeigen. Den Rest besorgten die K\u00fcnstler. Das Ergebnis \u00fcbertraf meine Erwartungen. Ich lade Sie herzlich zu einer Fantasiereise zum Thema Fu\u03b2ball ein...&nbsp;<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Slawek Shuty schrieb zwei Texte f\u00fcr das Katalog: Einleitungstext und eine Krimigeschichte \u00fcber das Schicksal der B\u00e4lle, die er f\u00fcr die Ausstellung gestalten sollte:<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Arena meiner Kindheit waren die Achtzigerjahre, eine Zeit, die aus der heutigen Perspektive gesehen schwer war, doch damals wurde sie von uns Kindern als etwas v\u00f6llig Normales angesehen, als Wirklichkeit, die nun mal so ist und sich auch nie \u00e4ndern wird. Es war wie es war; man freute sich \u00fcber jede Kleinigkeit, die man im Laden ergattern konnte, und als mein Bruder einmal drei Orangen bekam (3 St\u00fcck, nicht 3 Kilo), war die Freude so gro\u03b2, dass wir beschlossen \u2013 na ja, eigentlich beschlossen nicht wir, sondern das Familienoberhaupt, unser Vater, beschloss \u2013, sie nicht zu essen; es wurde entschieden, dass sie ihren Platz auf dem Fernseher finden und dort unsere Augen erfreuen sollten, wir w\u00fcrden uns an ihrer fr\u00f6hlichen Farbe erg\u00f6tzen und uns ihren saftigen Geschmack vorstellen. Niemand wagte sie dort wegzunehmen \u2013 Vater hatte eine schwere Hand \u2013, so dass sie schlie\u03b2lich matschig wurden, zusammenfielen und verschimmelten.&nbsp;<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Trotzdem wussten wir uns zu helfen; alles, was nicht zu bekommen war, stellten wir auf Hausmacherart her; so konnte man zu Hause beispielsweise Schokolade machen (sofern jemand das Gl\u00fcck hatte, Kakao und Pulvermilch zu erwischen, die f\u00fcr den Herstellungsprozess unentbehrlich waren), Bonbons \u2013 aus Zucker, der auf einem L\u00f6ffel \u00fcber dem Gasherd geschmolzen wurde (sofern es Zucker gab) \u2013 und Selbstgebrannten. Letzteres war am einfachsten, nur dass sich w\u00e4hrend der Destillation entsetzlicher Gestank breit machte, der leicht das Interesse der Nachbarn wecken konnte, und das Denunziantentum war gro\u03b2 in Mode.&nbsp;<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Zu unseren liebsten Kinderspielen geh\u00f6rten Schlachten mit Erdklumpen auf Schutthaufen, Lagerpl\u00e4tzen von Dr\u00e4hten und Betonplatten neben angefangenen und nie fertiggestellten H\u00e4usern, Verfolgungsjagden in den Baugruben und auf den Bergen \u2013 wie wir sie nannten \u2013 hinter dem aufgerissenen Kirchplatz, das Erkunden von Kriegsbunkern und Kellern verlassener H\u00e4user, das Herumst\u00f6bern in M\u00fclltonnen, in denen es immer etwas Interessantes zu finden gab, beispielsweise benutzte Spritzen (in den M\u00fclltonnen am Krankenhaus). Sehr verbreitet waren Kriegsspiele; im Grunde befand sich unser ganzer Stadtteil Nowa Huta in permanentem Kriegszustand; Viertel k\u00e4mpfte gegen Viertel, H\u00e4userblock gegen H\u00e4userblock, Treppenhaus gegen Treppenhaus. Die Kriegshandlungen wurden mit verschiedensten Ger\u00e4tschaften gef\u00fchrt, mit Knetegeschossen, die durch gl\u00e4serne Blasr\u00f6hrchen abgefeuert wurden, mit Metallhaken, die \u2013 mit Katapulten abgefeuert \u2013 ernsthafte Verwundungen zuf\u00fcgen konnten, mit von oben abgeworfenen \u201eWasserbomben\u201c \u2026 Oft jedoch m\u00fcndeten solche Zwiste in Fu\u03b2ballduelle. Fu\u03b2ball war eine massenhaft und \u00fcberall betriebene Sportart; im Grunde war es die einzige Sportart, der wir uns schon von klein auf hingaben, der sich unser ganzer Stadtteil Nowa Huta hingab. H\u00e4ufig wurden verschiedene Arten von Wettk\u00e4mpfen und Turnieren organisiert; nicht selten waren das spontane Initiativen, Trainingsspiele, weshalb auch jedes Team in den schulfreien Momenten bem\u00fcht war, auf den Betonpl\u00e4tzen zwischen den Plattenbauten seine Fertigkeiten zu verbessern. Und selbst wenn es zwischen den Parteien \u2013 ob es nun Viertel, Schulen oder Klassen waren \u2013 vorher zu offenen K\u00e4mpfen gekommen war, so wurde w\u00e4hrend des Spiels stets das Prinzip des Fairplay eingehalten. Ging es auch manchmal hei\u03b2 her, so kam es doch auf dem Fu\u03b2ballplatz nie zu Pr\u00fcgeleien.&nbsp;<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Eines Tages drang in unser sorgloses Fu\u03b2ballspiel die schmerzhafte Wirklichkeit der gesellschaftlichen Ver\u00e4nderungen. Es kamen Zeiten, in denen unser Spiel mit dem Moment endete, in dem eine in der Luft h\u00e4ngende Tr\u00e4nengaswolke die Fortsetzung unm\u00f6glich machte (es war die Zeit des B\u00fcrgerkrieges, der K\u00e4mpfe der Volksmacht mit dem Untergrund \u2013 der Gewerkschaftsbewegung \u201eSolidarit\u00e4t\u201c). Dann stiegen wir bis ins oberste Stockwerk des Treppenhauses und beobachteten von dort aus das Schlachtfeld, die Panzer, die den Rasen umgruben, die Wasserwerfer, deren Spritzwasser mit einem roten Farbstoff versetzt war, der sich kaum wieder aus der Kleidung entfernen lie\u03b2, die Markierungs-Leuchtraketen, Maschinengewehrsalven, Einschl\u00e4ge kleiner Granaten, den grauen Tr\u00e4nengasnebel, der bis in die Wohnungen drang und das Wasser in den Augen zusammenschie\u03b2en lie\u03b2, die durch die Gr\u00fcnanlagen fegenden motorisierten Einheiten der B\u00fcrgermiliz, die mit langen wei\u03b2en Schlagst\u00f6cken auf alle Gegner der damaligen Machthaber einschlugen \u2026&nbsp;<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>So vermischte sich f\u00fcr uns die Welt des Sports gerade in dem Moment auf be\u00e4ngstigende Weise mit der Welt der gro\u03b2en Politik, als wir erwachsen genug waren, um uns schmerzlich bewusst zu werden, dass das Leben einen begrenzten Wert darstellt, dass auch wir fr\u00fcher oder sp\u00e4ter den Hauch des Todes im Nacken sp\u00fcren werden, als der Schleier der kindlichen Naivit\u00e4t von uns abfiel, als unser Land von einer Welle von Sportskandalen, Beamtenkorruption, Schiedsrichterbestechungen, gezinkten Spielen \u2013 kurz gesagt, von sportlichem Schund \u2013 ersch\u00fcttert wurde und wir begriffen, worum es in dem ganzen Chaos eigentlich geht, n\u00e4mlich darum, dass der Ball rund und das Tor eckig ist und dass das Volk \u2013 wie das Volk nun mal ist \u2013 Spiele braucht.&nbsp;<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>S\u0142awomir Shuty&nbsp;<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><br>Das von der Gruppe \u201eDuet\u201c in der Zusammensetzung S\u0142awomir Shuty und Daniel Rycharski anl\u00e4sslich der in diesem Jahr, d.h. anno domini 2006, stattfindenden Fu\u03b2ball-Weltmeisterschaft vorbereitete Projekt sah eine Kombination von Malerei (d.h. Einsatz sog. Maltechniken), Soziologie (der vielsagende soziale Hintergrund) und der \u00fcberaus lustigen katholischen Moral vor \u2013 aufgetragen auf drei zum Fu\u03b2ball Spielen bestimmte Lederb\u00e4lle; diese sollten wei\u03b2 angestrichen und dann sollte noch etwas mit ihnen gemacht werden, aber was, das sollte sich erst herausstellen.\u00a0<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Leider konnte das Projekt \u2013 aus Gr\u00fcnden, die teilweise bei den Gestaltern lagen, teilweise aber auch nicht \u2013 nicht entsprechend den zuvor festgelegten Vorgaben umgesetzt werden. Schuld an dieser traurigen Tatsache bin im Grunde ich, der Erz\u00e4hler, das bereits erw\u00e4hnte Mitglied der Gruppe \u201eDuet\u201c, S\u0142awomir Shuty.&nbsp;<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Der erste bemalte Lederball verschwand w\u00e4hrend eines Gepl\u00e4nkels mit meiner Lebensgef\u00e4hrtin, als ich an einem Dienstagabend des Monats April kurz vor den Osterfeiertagen in ihre Wohnung drang und sie mit einem Liebhaber erwischte, der sich bis dahin als Freund des Hauses ausgegeben hatte \u2013 er war gekommen, hatte sich eingeschmeichelt und den Konsum geistiger Getr\u00e4nke angeregt \u2013, in einer Situation, die nicht viel zu w\u00fcnschen \u00fcbrig lie\u03b2, und es ist gut, dass das Ganze nur mit dem Verlust eines Balles endete; es h\u00e4tte schlie\u00dflich viel schlimmer kommen k\u00f6nnen; F\u00e4lle von Mord und Totschlag im Liebesaffekt sind ja durchaus nicht selten; die Bl\u00e4tter der Geschichte sind voll davon.&nbsp;<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Der erste Ball war in den polnischen Nationalfarben Wei\u03b2 und Rot angemalt; au\u03b2erdem trug er das Bildnis eines gro\u03b2en polnischen Sportlers, des Torh\u00fcters Jan Tomaszewski, Kapit\u00e4n jener polnischen Nationalmannschaft, die bei der Fu\u03b2ball-WM im Jahre \u2026 ich hoffe, ich l\u00fcge jetzt nicht \u2026 1974 die Bronzemedaille holte (echt gut!).&nbsp;<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Der zweite, rot und wei\u03b2 angemalte Ball (Hervorhebung der roten Farbe als Bezugnahme zum Blut) wurde an einem der Abende, die auf jenes Ereignis, d.h. jene Wirren im Liebesleben, folgten, als Pfand hinterlegt, als n\u00e4mlich einer der Teilnehmer an diesem Projekt (s.o.) an diversen Zechgelagen teilnahm, die nicht selten als Orgien endeten. Auf dem zweiten wei\u03b2en Ball war das Bildnis eines Fu\u03b2ballfans zu sehen, der nach gewonnenem Spiel einen Schrei der Freude von sich gibt, einer Freude, die gew\u00f6hnlich im Zerschmettern von Schaufensterscheiben, Abfackeln von Papierk\u00f6rben, Umkippen von Bussen des \u00f6ffentlichen Nahverkehrs und in Extremf\u00e4llen auch schon mal dem Erschlagen eines zuf\u00e4llig vorbeikommenden Ausl\u00e4nders ihren Ausdruck findet. Dazu ist zu erkl\u00e4ren, dass die fanatischsten Fu\u03b2ballfans zumeist auch die allereifrigsten Patrioten sind, bereit, f\u00fcr die Verteidigung der Ehre und der Farben ihres Vereins sowie der Republik Polen das Leben zu geben \u2013 wie erw\u00e4hnt in der Regel nat\u00fcrlich das Leben eines zuf\u00e4llig vorbeikommenden Ausl\u00e4nders.&nbsp;<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Der dritte wei\u03b2e Ball stellte die Heilige Jungfrau von Ludwin\u00f3w dar, welche nach der Niederlage der polnischen Mannschaft bei der Fu\u03b2ball-WM in Japan und S\u00fcdkorea bittere blutige Tr\u00e4nen weinte. Polen \u00fcberstand damals nicht einmal die Vorrunde, was eine nationale Katastrophe darstellte und das ganze Land in Verzweiflung und als unmittelbare Folge davon in wirtschaftlichen Niedergang st\u00fcrzte. (Vielleicht waren es aber auch nur die hinterh\u00e4ltigen Hooligans von Ludwin\u00f3w \u2013 eines ehemaligen Stadtteils von Krakau \u2013, die der Heiligen Jungfrau rote Tr\u00e4nen anmalten und damit auf barbarische Weise diese gesetzlich gesch\u00fctzte Kultst\u00e4tte sch\u00e4ndeten.) Aus \u00e4sthetischen Gr\u00fcnden wurde der dritte Ball wei\u03b2 \u00fcbermalt und verbessert, d.h. statt der blutige Tr\u00e4nen weinenden Heiligen Jungfrau von Ludwin\u00f3w erhielt er das Bildnis eines vor Freude br\u00fcllenden Fu\u03b2ballfans, dessen im Schrei ge\u00f6ffneter Mund sich an die malerische Tradition vergangener Jahrhunderte anlehnt. Zur Verst\u00e4rkung des Effekts wurde das Portr\u00e4t des Fans sozusagen in Rot getaucht, was, wie bereits erw\u00e4hnt, an das im Namen des edlen Spieles Fu\u03b2ball vergossene Blut erinnern soll.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Der Zyklus der drei wei\u03b2en B\u00e4lle, von denen der erste wei\u03b2-rot, der zweite hingegen rot-wei\u03b2 sein sollte, sollte die Entwicklung des polnischen Fu\u03b2balls am Ende des 20. Jh., die Entwicklung der fu\u03b2ballerischen Idee&nbsp;sowie als Zusammenfassung dieser Geschichte die polnische japanisch-koreanische Verzweiflung veranschaulichen. Wie bereits erw\u00e4hnt, sind leider zwei dieser B\u00e4lle abhanden gekommen, und zu erg\u00e4nzen w\u00e4re, dass sie alle drei in Eierverpackungen geh\u00fcllt werden sollten. Dieses Arrangement sollte suggerieren, dass es sich sozusagen um dicke Eier handelt, genauer gesagt um gro\u03b2e wei\u03b2-rot-schwarze Ostereier, denn auch die Fu\u03b2ball-WM findet dieses Jahr nach Ostern statt, und ich m\u00f6chte noch einmal erw\u00e4hnen, dass ich zu diesen, oder genauer gesagt kurz vor diesen meine Lebensabschnittsgef\u00e4hrtin in einer \u00fcberzweideutigen Situation angetroffen habe.&nbsp;<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Im Namen der Gruppe \u201eDuet\u201c m\u00f6chte ich mich f\u00fcr die Ungelegenheiten und die begrenzten visuellen Eindr\u00fccke entschuldigen. Allen interessierten Personen schicke ich gern die Bildnisse des erfreuten Jan Tomaszewski und der weinenden Jungfrau von Ludwin\u00f3w.&nbsp;<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>Mit dem Ausdruck der Besch\u00e4mung im Namen der Gruppe \u201eDuet\u201c&nbsp;<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p>S\u0142awomir Shuty.<\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->","_et_gb_content_width":"","_price":"","_stock":"","_tribe_ticket_header":"","_tribe_default_ticket_provider":"","_tribe_ticket_capacity":"0","_ticket_start_date":"","_ticket_end_date":"","_tribe_ticket_show_description":"","_tribe_ticket_show_not_going":false,"_tribe_ticket_use_global_stock":"","_tribe_ticket_global_stock_level":"","_global_stock_mode":"","_global_stock_cap":"","_tribe_rsvp_for_event":"","_tribe_ticket_going_count":"","_tribe_ticket_not_going_count":"","_tribe_tickets_list":"[]","_tribe_ticket_has_attendee_info_fields":false,"footnotes":""},"categories":[7],"tags":[],"class_list":["post-653","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-vernissage"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.krakauer-haus.de\/kh-test\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/653","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.krakauer-haus.de\/kh-test\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.krakauer-haus.de\/kh-test\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.krakauer-haus.de\/kh-test\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.krakauer-haus.de\/kh-test\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=653"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.krakauer-haus.de\/kh-test\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/653\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":674,"href":"https:\/\/www.krakauer-haus.de\/kh-test\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/653\/revisions\/674"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.krakauer-haus.de\/kh-test\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=653"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.krakauer-haus.de\/kh-test\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=653"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.krakauer-haus.de\/kh-test\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=653"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}