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  Vom 23. bis 26. Juni wurde das Schauspielhaus und der Richard-Wagner-Platz zum Festivalort - mit dem Themenschwerpunkt Polen. Neben der Siegerehrung des Gewinners/ der Gewinnerin des diesjährigen internationalen Dramenwettbewerbs wurden an diesem Wochenende Werkstattinszenierungen polnischer Theaterliteratur, eine polnische Filmreihe, Konzerte, Lesungen und Podiumsdiskussionen sowie ein Gastspiel eines polnischen Theaters angeboten. Das Krakauer Haus hat sich an der Entstehung des Programms beteiligt - wir freuten uns sehr, als Partner und Unterstützer dabei gewesen zu sein!  
 

 

Im Programm:

 

Donnerstag, 23.06.2016
19 Uhr, Kammerspiele
Festivaleröffnung und Festvortrag vom Direktor des Adam Mickiewicz Instituts Pawel Potoroczyn

20.30 Uhr, Kammerspiele
Preisverleihung der Gewinnerstücke des internationalen Dramenwettbewerbs

21.30 Uhr, Foyer Schauspielhaus
Polnische Theaterplakate (VERNISSAGE)

 
     

Freitag, 24.06.2016

17 Uhr, Richard-Wagner-Platz

Unlimited Limited (UNLTD)
ein Projekt der geheimagentur in Kooperation mit dem Staatstheater Nürnberg

18 Uhr, Kammerspiele
Trash-Story
von Magda Fertacz. Werkstattinszenierung: Polnische Dramatik

19 Uhr, Richard-Wagner-Platz
Warm-Up-Party mit DJ Ludwik Zamenhof

 
     

Samstag, 25.06.2016

19.30 Uhr, Schauspielhaus

Die Schutzbefohlenen
von Elfriede Jelinek

19.30 Uhr, BlueBox
Die Kartei
von Tadeusz Różewicz. Werkstattinszenierung

 
 

 

 

 
 

21.30 Uhr, Foyer Schauspielhaus
Strick mein Gedicht mein Herz
Ryszard Krynicki mit der Künstlergruppe RDZEŃ2


Grenzüberschreitend und damit passend zu TALKING ABOUT BORDERS gestaltet sich das Projekt des polnischen Dichters Ryszard Krynicki und der Krakauer Künstlergruppe RDZEŃ2 unter der Leitung von Piotr Lutynski. Ryszard Krynicki zählt zu den bedeutendsten Vertretern zeitgenössischer polnischer Poesie. Als Mitunterzeichner der Denkschrift 59, mit welcher gegen geplante Verfassungsänderungen der Volksrepublik Polen demonstriert werden sollte, wurde er 1976 bis 1980 mit einem Druckverbot belegt.

 
   
 
     

 

Heute genießt er als Dichter, Verleger und Übersetzer eine weltweite Anerkennung (ausgezeichnet u. a. mit dem Friedrich-Gundolf-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung für die Vermittlung deutscher Kultur im Ausland).


Neuerdings ist er auch in polnischen Clubs anzutreffen, wo der vornehme Poet seine Gedichte in lebhafter Begleitung der Gruppe RDZEŃ2 vorträgt. Bei uns liest Ryszard Krynicki seine Gedichte in deutscher Sprache.

 
 

 

 

 
  Sonntag, 26.06.2016
14 Uhr, Foyer Schauspielhaus
Was ist los in Polen? Podiumsgespräch zur (kultur-)politischen Situation
und den aktuellen Entwicklungen in Polen
Mit: Kaja Puto, Brigitta Helbig-Mischewski, Ziemowit Szczerek
Moderation: Olaf Kühl
Polen befindet sich im Wandel. „Dobra zmiana“, die positive Veränderung, lautet der Slogan, unter dem die regierende nationalkonservative Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) agiert. Kritiker im In- und Ausland zeigen sich mehr als beunruhigt. Denn die Einführung der Zweidrittelmehrheit im Verfassungsgericht ebenso wie die Verletzungen der Medienfreiheit können als Entwicklungen gelten, die den Grundpfeilern europäischer Rechtsstaatlichkeit widersprechen und die Werte einer liberalen Demokratie bedrohen. Europaweit wurde auch der neuen kulturpolitischen Ausrichtung unter Kulturminister Piotr Gliński große mediale Aufmerksamkeit zuteil – prominent etwa der Disput um die drohende Zensur der Jelinek-Inszenierung „Der Tod und das Mädchen“ am staatlichen Polnischen Theater in Breslau. Die Ankündigung von Subventionskürzungen und Personalentscheidungen im Sinne der PiS markieren einschneidende Veränderungen für die Kultur- und Theaterszene des Landes.
 
     
 
     
  Über die Einschätzung der Entwicklungen, deren Hintergründe und die Herausforderungen für die Kulturschaffenden sprechen polnische und deutsche Expert*innen unter der Moderation von Olaf Kühl. Befinden wir uns tatsächlich in einem „Kulturkampf“ zwischen Ost und West? Oder handelt es sich um eine europaweite Renaissance autoritären Denkens und einer Verweigerung gegenüber der Komplexität moderner Gesellschaften? Und welche Rolle können gerade heute Kultur und Kulturaustausch in deutsch-polnischen Beziehungen spielen?  
 

 

 

 

18 Uhr, Kammerspiele
Granice / Borders
von Julia Holewinska
Gastspiel des Teatr Polski Bydgoszcz In polnischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Das Stück „Borders” der jungen und prominenten polnischen Gegenwartsdramatikerin Julia Holewinska befasst sich mit dem „Four-Level Access Control Model”, einem Konzept der europäischen Grenzschutzagentur Frontex, mit dem die Außengrenzen der EU-Staaten geschützt und verteidigt werden sollen. Dabei ließen sich der Regisseur Bartosz Frąckowiak und die Dramaturgin und Choreographin Iza Szostak von ganz unterschiedlichen Materialien wie wissenschaftlichen Artikeln, Analysen, Filmen und Nachrichtenbildern der letzten Monate anregen.

 
     
 

 

20.30 Uhr, Schauspielhaus
Kozmik Blues
Konzert mit Natalia ‚Natu‘ Przybysz und Band

 
   
 
     
  Fotos: Jutta Missbach