Do
20.00
 

Autorenlesung: Joanna Olczak-Ronikier liest aus ihrem Buch „Im Garten der Erinnerung“

 
             

Die Schicksale ihrer jüdisch-polnischen Vorfahren, von Joanna Olczak-Ronikier unterhaltsam und mit großer Verve geschildert, lassen ein Jahrhundert europäischer Geschichte wieder aufleben. Über vier Generationen waren sie als Kaufleute, Bankiers, Gelehrte, Lehrer, Verleger oder Ärzte tätig von Wien und Warschau bis Paris, von Moskau bis London und New York.

Julia Horwitz, die Urgroßmutter der Autorin, war eine selbständige Frau. Die verwitwete Mutter von neun Kindern löste sich vom orthodoxen Judentum und verschaffte ihren Söhnen und Töchtern ein Entrée in die polnische Gesellschaft. Die Maxime "Kopf hoch!" wurde prägend für ihre Nachfahren.

Erster Weltkrieg, Polens Wiedergeburt und erneute Besetzung im Jahr 1939, Holocaust, Flucht, Illegalität, Kulturbrüche, persönliche Krisen - all dies spiegelt sich in den eindrucksvollen Porträts und den mit viel Humor erzählten Geschichten dieses Buches.

 

Moderation: Steffen Radlmaier

Steffen Radlmaier, 1954 in Nürnberg geboren, studierte Neuere deutsche Literaturgeschichte, Philosophie, Theaterwissenschaft und Soziologie in Erlangen. Seit 1973 Musikkritiker, seit 1998 Feuilletonchef der Nürnberger Nachrichten. Herausgeber zahlreicher Anthologien, darunter Der Nürnberger Lernprozeß - Von Kriegsverbrechern und Starreportern in der Anderen Bibliothek. 1997 1. Rias Radio-Preis für ein Feature über die Familiengeschichte von Billy Joel.

 
 




Die beschriebene Familie ist den Besuchern des Krakauer Hauses nicht ganz unbekannt: Katarzyna Zimmerer, Tochter der Autorin, Journalistin und Schriftstellerin, war Stipendiatin des Hermann-Kesten –Stipendiums.

Joanna Olczak-Ronikier wurde für dieses Buch mit dem renommiertesten Literatur-Preis Polens „Nike“ im Jahre 2001 ausgezeichnet.

 
 

 

 

Eine Veranstaltung des Kulturzentrums im Krakauer Haus

 
in Zusammenarbeit mit Polnischem Buchinstitut (Instytut Ksiazki)