Thomas Urban: "Schwarze Adler - Weiße Adler. Deutsche und polnische Fußballer im Räderwerk der Politik".
Die Fußball-Europameisterschaft findet 2012 in Polen und der Ukraine statt. Vor allem mit dem polnischen Nachbarland verbindet Deutschland eine ganz besondere Fußballbeziehung.
An spannenden Einzelfällen schildert Thomas Urban, Polen-Korrespondent der "Süddeutschen Zeitung", wie die politische Geschichte beider Länder in den Fußball hineingewirkt hat. Dabei räumt er unter anderem mit dem Klischee des »Polacken-Clubs« Schalke 04 auf und berichtet über Ernst Willimowski, der zwischen 1934 und 1942 sowohl in der polnischen als auch deutschen Nationalmannschaft spielte. Auch die aktuelle deutsche Nationalmannschaft drückt diese besondere Fußballverwandtschaft aus: Zwei ihrer Stars, Miroslav Klose und Lukas Podolski, wurden in Polen geboren. Bei der Europameisterschaft werden sie in Polen für Deutschland antreten – eine Rückkehr, der sie auf ganz unterschiedliche Weise entgegensehen.
Das Gespräch mit Thomas Urban führt Michael Wulzinger. Er ist Sportchef des Nachrichtenmagazins DER SPIEGEL und immer auch an den politischen Entwicklungen rund um den Sport interessiert. Als Mitglied der Jury zum Fußballbuch des Jahres hatte er 2011 „Schwarzer Adler – Weißer Adler“ für den Titel nominiert.
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 Ausstellung:
Die Mannschaft. 11 Künstler aus Krakau in wechselnden Positionen Es liefen Tränen, als klar wurde, dass Krakau kein EM-Austragungsort wird. Aber die Stadt hat sich erholt und stellt ihre eigene Mannschaft auf – 11 Künstler, die ihre Meinung zum Thema „Fußball“ äußern. Zum Teil sehr kontrovers… BILD: Iwona Demko: "Mit dem Aufbauen einer Mannschaft ist es wie mit der Kopulation der Elefanten. Viel Staub, viel Lärm und das Ergebnis zeigt sich in zwei Jahren"
Der Spruch stammt von Wojciech Łazarek, einem langjährigen polnischen Fußballtrainer. Er arbeitete mit vielen Mannschaften in Polen und im Ausland. In den Jahren 1998-1999 war er
Trainer von Wisła Kraków. Als er in den Klub kam, belegte die Mannschaft den 13. Tabellenplatz, gleich nach seinem Ausscheiden,
am Ende der Saison, erreichte sie den dritten Platz. Er war auch Trainer der polnischen Nationalmannschaft. Echte
Erfolge erzielte er aber erst mit Lech Poznan, wo er vier Jahre lang arbeitete. In dieser Zeit hat die Mannschaft zweimal den
Meistertitel und zweimal den Polnischen Pokal gewonnen. In einem Interview für „Gazeta Lubuska” antwortete er auf die
Frage des Journalisten, warum er Lech verlassen hat, als die Mannschaft ihre Hochphase hatte: „Nach fünf Jahren in einem
Klub wird der Trainer ein „Papa”, weil die Spieler ihm näher stehen als seine eigenen Kinder. Das ist auch aus der soziologischen
und psychologischen Hinsicht nicht gut, denn es ist schwer, sie zu einem intensiveren Training zu zwingen, wenn
sie weinen, dass sie müde sind.“ Die Mannschaft - Dozenten, Doktoranten und Studenten der Kunstakademie Krakau:
Agata Kus,
Katarzyna Kukuła, Iwona Demko, Witold Stelmachniewicz, Małgorzata Wielek Mandrela, Bogusław Bachorczyk,Tomasz Krecicki, Karolina Jabłońska, Ziemowit Kmieć, Przemysław Kmieć, Ganna Kotsar, . Ausstellung bis 15.04 |
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