KRAKERS
14. & 16.– 19. Juni 2021 (no)HOPE!

Kurzanimationen aus Krakau

Das Krakauer Kunst-Festival „KRAKERS“ findet in diesem Jahr unter dem Motto (no)HOPE statt und wird auch in Nürnberg präsentiert: Auf Bildschirmen am Krakauer Haus kann man Animationsfilme und Videokunst von Krakauer Künstlern betrachten.

Die Filme werden vom 14. & 16. Bis 19. Juni jeweils von 19:00 bis 23:30 Uhr auf einem Bildschirm vor dem Krakauer Haus gezeigt. An der frischen Luft & ohne Eintritt.

Künstler*innen:
Betina Bożek, Adam Żądło, Anastazja Naumenko, Ewa Drzewicka, Alicja Kot, Anna Waćkowska, Małgorzata Jeniec, Daria Godyń

Bereits zum dritten Mal schließt sich das Krakauer Haus in Nürnberg dem Krakauer Kunst-Festival KRAKERS an. Auch wenn wir weiterhin auf Distanz bleiben müssen, kennt die Krakauer Kreativität keine Grenzen.
Angepasst an die aktuelle Zeit haben wir uns entschieden, mit unserer Aktion dieses Jahr auf die Straße zu gehen: In Zusammenarbeit mit der Krakauer Werkstatt für Animationsfilme (ASP) unter der Leitung von Prof. Robert Sowa, zeigen wir Animations-Kurzfilme, die sich um das Thema „(NO)HOPE“ drehen.

 

Die gezeigten Filme:

1.“KaprysiaRegie: Betina Bożek   (08:07)

Kaprysia, die Hauptfigur des Films, ist ein von der Regisseurin erfundener Planet. Die Animation ist ein Bild von einem Land, das von Launen regiert wird. Alles, was auf Kaprysia existiert, ist ungeordnet, chaotisch, verändert seine Formen und Eigenschaften. Gegenseitige Durchdringung und Transformation von Formen, wechselnde Orte, Wesen und Objekte – das sind die Begriffe, die den Charakter des Films definieren. Trotz der scheinbaren Unordnung auf dem Planeten ist es ein fröhlicher Ort – helle und reine Farben dominieren. Das von der Autorin geschaffene Bild einer seltsamen und märchenhaften Realität ist eine Explosion von Freude und Surrealismus. „Kaprysia“ kann zu einer Hymne an all jene werden, die nicht in strenge, geometrische Regeln passen.

Betina Bożek wurde 1993 in Krakau geboren. Sie ist Absolventin eines Kunstgymnasiums und Studentin der Jan-Matejko-Akademie der bildenden Künste. Sie ist Preisträgerin von Freiluft-Malworkshops, internationalen Wettbewerben und Stipendien. Sie nahm an Filmfestivals teil (Animart International Animation Festival in Łódź, Polenmarkt Festival in Greifswald). Sie beschäftigt sich mit Illustration, Malerei und Animation.

 

2.“Cyborgia” / “Cyborgy” Regie: Adam Żądło   (08:00)

„Cyborgia/Cyborgy“ ist eine Sci-Fi-Geschichte über das Schicksal einer Zivilisation von Robotern, die lernen, was emotionaler Kontakt bedeutet. In einer perfekt geordneten, logischen Welt der Maschinen entsteht ein Gefühl. Es ist das Ergebnis eines Fehlers, ein Virus, der Anfang vom Ende. Der Film erzählt die Geschichte eines grotesken Versuchs, emotionale Beziehungen zwischen Maschinen aufzubauen, es geht um die Geburt des Individualismus und den Kampf zwischen Computerlogik und Emotionen.

Adam Żądło, geboren 1993, ist audiovisueller Künstler und Absolvent der Grafik an der Akademie der Bildenden Künste in Krakau. Er ist auf dem Land aufgewachsen, in seiner Arbeit verbindet er seine Erfahrungen aus der Landwirtschaft mit wissenschaftlichen Erkenntnissen und den neuesten Technologien. Er beschäftigt sich hauptsächlich mit Animationsfilmen und Fotografie. Er unterstützt aktiv wissenschaftliche Kreise, die sich mit der Konstruktion von Cyborgs und der Erforschung des Weltraums beschäftigen. Zudem ist er Teilnehmer vieler renommierter Ausstellungen, Filmfestivals und Wettbewerbe in der ganzen Welt.

 

3.“Obyś nigdy nie musiała tutaj wracać” / “We hope You won’t need to come back” Regie: Anastazja Naumenko  (09:48)

Ein junges Mädchen wandert aus. Das Funktionieren in einer fremden Umgebung wird langsam zur Routine und sie selbst verwandelt sich in eine Art modernen Frankenstein. Die neue Einstellung und das neue Verhalten passen nicht mehr zu den alten Gewohnheiten und Stereotypen, die sie von zuhause kennt.
Sie wird zum Mischwesen aus den Gliedern ihrer Eltern und ihrem „neuen“ Ich. Ihgre Umgebung begegnet ihr mit Umgebung oder mit stiller Beobachtung durch Menschen in einer ähnlichen Situation.
Nach einiger Zeit beschließt die Protagonistin, nach Hause zurückzukehren, um das verlorene Gefühl der Sicherheit wiederzuerlangen. Das erste Treffen mit ihrer Familie wird zu einem Wendepunkt in der Bildung ihrer Identität und offenbart einen Prozess, den die meisten zeitgenössischen Emigranten erfahren.

Anastasia Naumenko – Animatorin, Regisseurin von Animations- und Experimentalfilmen. Sie studierte an der Akademie der Bildenden Künste in Krakau und an der KASK, Belgien. Ihre Werke wurden in Krakau und Breslau ausgestellt.

 

4. “Chrystus Narodu” / “Christ of Nation” Regie:.: Ewa Drzewicka  (09:10)

Das Leben in Krakau verläuft gemächlich. Tauben fliegen und eine Dame mit den bekannten Krakauer Gebäckringen „Obwarzanki“ wartet auf hungrige Touristen. Über die Sicherheit der Stadt wacht Er, aber Gefahr liegt in der Luft.

Ewa Drzewicka – geboren 1992 in Bielsko-Biała. Ein Semester lang studierte sie an der Estnischen Kunstakademie Tallinn in der Abteilung für Animation. Im Jahr 2017 schloss sie ihr Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Krakau im Fachbereich Grafik im Studio für Animationsfilme ab.


5.“ The Red Light Train” Regie: Alicja Kot   (09:36)

Eine junge Zugbegleiterin arbeitet in einem Luxus-Fernzug nach Paris. Unter den Passagieren ist ein verliebtes Paar, das in die Hauptstadt der Liebe reist. Die Zugbegleiterin wird ungewollt zur Zeugin ihrer Liebesaffären. Gleichzeitig spürt sie ihre eigene Einsamkeit immer deutlicher. Sie will lieben und geliebt werden. Unfähig, mit ihrem ungestillten Bedürfnis nach Liebe fertig zu werden, beobachtet sie zwanghaft die sich umarmenden, reisenden Liebenden.

Alicja Kot wurde 1992 in Krakau geboren.
2011 – 2014 studierte sie an der Fakultät für Industrieformen der Jan-Matejko-Akademie der bildenden Künste in Krakau. Im Jahr 2014 machte sie den Bachelor-Abschluss im New Product Development Studio unter der Leitung von Paweł Mikosz, M.A. und Prof. Dr. Marek Liskiewicz. Von 2013 – 2018 studierte sie an der Fakultät für Grafikdesign der oben genannten Universität. Im Jahr 2018 absolvierte sie ihr Master-Studium am Animated Film Studio unter der Leitung von Prof. Dr. Robert Sowa. Sie beschäftigt sich mit Animationsfilm, Malerei, Design


6. „Daj spokój” / „Give it a break” Regie: Anna Waćkowska   (11:31)

Der Film thematisiert einen unerklärlichen Zustand der Traurigkeit, dessen Ursache ein junger Mensch nur schwer identifizieren kann. Geschildert werden Enttäuschung, Trauer, emotionaler Verlust und Beziehungsprobleme eines Heranwachsenden.
Der kleine Junge, der Protagonist des Films, wird von blauen Wesen mit Beleidigungen gequält. Er kommt mit alltäglichen Situationen nicht zurecht und gerät dadurch in einen Teufelskreis von Misserfolgen, mit denen er nicht fertig wird. Er versinkt in Verzweiflung und muss endlose Beleidigungen ertragen. Es stellt sich heraus, dass die größte Bedrohung für den Protagonisten nicht hasserfüllte Kreaturen sind, sondern er selbst.

Anna Waćkowska – Absolventin der Fakultät für Grafikdesign an der Akademie der Bildenden Künste in Krakau, im Studio für Animationsfilme. Sie sagt über ihre Arbeit, dass sie in ihren Werken versucht, Geschichte und alle möglichen unangenehmen Situationen zu vermitteln…


7. “Więźniowie miłości” / “Prisioneros del Amor” Regie: Małgorzata Jeniec     (04:38)

In der heutigen Folge:
Rodrigo trifft eine geheimnisvolle Frau. Er beginnt sich schnell für sie zu interessieren. Noch weiß er nicht, dass diese Bekanntschaft sein Leben auf den Kopf stellen wird.

Małgorzata Jeniec wurde 1993 in Zabrze geboren. Sie studiert im fünften Jahr Grafik an der Academy of Fine Arts und hat im Rahmen eines Austauschprogramms auch an der Escuela de Arte y Superior de Diseño de Valencia studiert. Sie arbeitet hauptsächlich mit Illustration, Grafikdesign und Animation. Derzeit lebt sie in Krakau, wo sie in einem Animationsstudio arbeitet.

 


8. “Tiririczek” Regie: Anna Waćkowska   (06:34)

Eine große Katze findet einen kleinen Freund. Aber leider bleiben nicht alle Freundschaften für immer.

Anna Waćkowska – Absolventin der Fakultät für Grafik an der Akademie der Bildenden Künste in Krakau, im Studio für Animationsfilme. Wie sie über ihre Arbeit sagt, versucht sie in ihren Werken, Geschichte und alle möglichen unangenehmen Situationen zu vermitteln…


9. “Millenium” Regie: Daria Godyń    (08:17)

Seit Jahrhunderten wird die Menschheit von der Angst vor dem Beginn eines neuen Jahrtausends begleitet. Es ist Silvester 1999 – das „Ende der Welt“ rückt näher. Katastrophismus, Ungewissheit und eine sich verdichtende Atmosphäre der Jahrtausendparanoia sind die Themen, auf die sich die Animation bezieht. Der Film bezieht sich auf die Konvention des Crime Noir-Kinos.

Daria Godyń wurde 1992 in Kraków geboren. Sie absolvierte das Jan-Matejko-Gymnasium für bildende Künste in Nowy Wiśnicz an der Fakultät für künstlerische Textilien. Im Jahr 2019 machte sie ihren Masterabschluss an der Jan-Matejko-Akademie der Bildenden Künste in Krakau an der Fakultät für Grafikdesign im Studio für Animationsfilme. Sie arbeitet mit Animationsfilm, narrativer Zeichnung und Fotografie.

 

Kulturzentrum Krakauer Haus
in Zusammenarbeit mit der Krakauer Werkstatt für Animationsfilme (ASP-Akademie der Bildenden Künste) unter der Leitung von Prof. Robert Sowa

 

KRAKERS – also die Cracow Art Week ist die Krakauer Festwoche der Kunst und ein Kunstevent von großem Renommee. Das Krakauer Haus schließt sich in diesem Jahr bereits zum dritten Mal diesem Ereignis an.

Ort: Krakauer Haus

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