© Holger Politt, RLS

25. JANUAR | 17:30 – 18:30 UHR

Vernissage zur Ausstellung zum internationalen Gedenktag der Befreiung des Konzentrationslagers Ausschwitz

Ort: Kulturwerkstatt Auf AEG

Gespräch / Diskussion / Vortrag

Sie wurden vor Haustüren gelegt, mit Nachrichten für ihre zukünftigen Eltern, aus Ghettos herausgeschmuggelt, versteckt, manchmal noch in letzter Minute abgegeben – und sie sind nur einige Beispiele für das Schicksal von etwa 5.000 jüdischen Kindern, die durch polnische Familien vor dem Holocaust gerettet wurden. Die Ausstellung „Meine jüdischen Eltern, meine polnischen Eltern“ erzählt die Geschichte von 15 Betroffenen

Die Ausstellung «Meine jüdischen Eltern, meine polnischen Eltern» wurde mit großem Erfolg erstmals im Frühjahr 2015 im Warschauer Museum zur Geschichte der polnischen Juden gezeigt. Seitdem hat sie an verschiedenen Orten in Polen und in anderen Ländern das Publikum in ihren Bann gezogen.
Die Idee zur Ausstellung hatte Joanna Sobolewska-Pyz, Vorsitzende des Vereins «Kinder des Holocaust» in Polen, die davon überzeugt ist, dass sich das engagierte öffentliche Wirken des Vereins auch auf diese Weise unterstützen lasse. Mit äußerster Sensibilität wurde dem Schicksal von fünfzehn Überlebenden der Judenvernichtung im okkupierten Polen nachgespürt, die allesamt als kleine Kinder aus den Ghettos gerettet wurden. Ihre jüdischen Eltern hatten in der barbarischen Situation der damaligen Zeit keinen anderen Ausweg mehr gesehen, als sich von ihren kleinen Töchtern und Söhnen zu trennen, um deren junges Leben zu retten. Rettung bedeutete in vielen Fällen, dass die kleinen Kinder in einer polnischen Familie unterkommen konnten. Vieles über deren Schicksale ist heute in verschiedener Form nachzuverfolgen – die Bilder in der Ausstellung jedoch ergreifen den Betrachter und lassen ihn kaum mehr los.

Die Ausstellung ist bis So., 17.2 zu den regulären Öffnungszeiten im Hauptfoyer zu sehen. Anlass für die Ausstellung ist der 27. Januar, der internationale Gedenktag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee im Jahr 1945.

Ort:
Kulturwerkstatt Auf AEG – Kulturbüro Muggenhof
Fürther Straße 244d
90429 Nürnberg
Anfahrt mit der vgn

Der Eintritt ist frei

Veranstalter:
VVN-BdA Nürnberg
Rosa Luxemburg Stiftung Bayern / Kurt Eisner Verein
Kulturbüro Muggenhof
Krakauer Haus Nürnberg

 

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