navi3x1.gif
   
21.04
MO

20.00 Uhr
Cinecitta

Plac Zbawiciela
(Platz des Erlösers)

Gesellschaftsdrama, Polen 2007


"Die Welt" schrieb am 06.01.2007:
"Wenn im Filmgeschäft des Westens das Kulturgut aus dem Osten vergleichbare Startchancen hätte wie umgekehrt, hätte "Plac Zbawiciela" (Erlöserplatz) aus Polen alle Chancen, auch in Deutschland ein Kassenschlager zu werden. " (Gerhard Gnauck)

Wie niemand anders wissen es die Regisseure Krauze & Krauze aus scheinbar banalen Situationen eine Stimmung zu erschaffen, die den Zuschauer in die Abgründe der zwischenmenschlichen Grausamkeit blicken lässt und ihm bei dem Anblick den Hals verschnürt.

Erzählt wird die Geschichte einer gewöhnlichen Familie, die in einer engen Wohnung auf dem Plac Zbawiciela in Warschau lebt. Das gemeinsame Wohnen der Mutter mit seinem Sohn, seiner Frau und zwei Kindern führt zu gegenseitigen Vorwürfen, Streitigkeiten und persönlichen Frustrationen, die mit der Zeit in Rücksichtslosigkeit, Feindlich- und Böswilligkeit umschlagen. Zum Glück sollten die Umstände in Kürze ein Ende haben, denn die Eheleute Beata und Bartek sollen bald den Schlüssel für ihre neue Eigentumswohnung bekommen. Das Drama beginnt, als sich herausstellt, dass der Makler Bankrott gegangen ist. Beata und Bartek verlieren nicht nur alle Ersparnisse und die Chance auf eine eigene Wohnung, sie geraten in große Schulden.

Der Film zeichnet ein ergreifendes Bild von der Konfrontation menschlich einfacher Bedürfnisse, Wünsche und Sehnsüchte nach Liebe, Nähe und Verständnis mit der gefühllosen Wirklichkeit.

Der Film gilt als das zweitbeste (nach „Die Schuld“, die Sie im vorigen Jahr bei uns gesehen haben) Werk des Regisseurs Krzysztof Krause. Gedreht hat er ihn zusammen mit seiner Frau, Joanna Kos-Krauze. Das Paar manifestiert in ihren Filmen konsequent das Interesse für soziale Hintergründe, die das Leben der Menschen von heute bestimmen.


Regie

Joanna Kos- Krauze, Krzysztof Krauze
Produktion
Juliusz Machulski
Dauer
94 Min.
Drehbuch
Joanna Kos- Krauze, Krzysztof Krauze
Musik

Pawel Szymanski

Kamera

Wojciech Staron

Darsteller:

Jowita Budnik als Beata, Arkadiusz Janiczek als Bartek, Ewa Wencel als Teresa, Dawid Gudejko als Dawid, Natan Gudejko als Adrian, Beata Fudalej als Edyta, Nachbarin Theresas, Freundin Beatas, Zina Kerste als Hania, Beatas Schwester, Krzysztof Bochenek als Wiktor, Beatas Schwager, Małgorzata Rudzka als Ola, Hanka Chefin, Aleksander Mikołajczak als Jurist, Teresas Freund, Jerzy Gudejko als Vorsitzender

Preise und Auszeichnungen

  • 2006 – XXXI. Festival des Polnischen Spielfilms:
    Goldene Löwen (Hauptpreis)
    Preis für den besten Filmproduzenten (Juliusz Machulski)
    Preis für die beste Nebendarstellerin (Jowita Budnik)
    Preis für die beste Nebendarstellerin (Ewa Wencel)
    Preis für die beste Filmmusik (Pawel Szymanski)
    Preis des Präsidenten der Republik Polens
    Preis des Vorsitzenden des Polnischen Fernsehens Journalistenpreis
  • 2007 – XIV. Polnisches Filmkunstfestival Prowincjonalia – Hauptpreis
  • 2007 – Polnische Filmauszeichnungen "Adler":
    Preis für den besten Film
    Preis für die beste Regie (Joanna Kos-Krauze und Krzysztof Krauze)
    Preis für die beste Hauptdarstellerin (Jowita Budnik)
    Preis für die beste Nebendarstellerin (Ewa Wencel)
 
     
     
     
 

Joanna und Krzysztof Krauze,
Ihren großen internationalen Erfolg erlebte das erfolgreiche Regisseur-Ehepaar vor zwei Jahren mit "Moj Nikifor", einer Hommage an den primitiven Künstler Nikifor. Die Rolle des Malers übernahm die kürzlich (25.01.2007) verstorbene Schauspielerin, Krystyna Feldman. Ihr großes schauspielerisches Können und die ihr Gesicht wunderbar prägenden Altersfalten ließen eine filmische Figur von großem Format entstehen. 1999 bekam Krzysztof Krauze den "Goldenen Löwen" beim wichtigsten polnischen Filmfestival in Gdingen für "Dlug" ("Die Schuld"), "einen Film, der das Blut geradezu in den Adern gefrieren lässt." (Die Welt)
Beide Filme wurden Ihnen von uns präsentiert

"Die Welt" schrieb am 06.01.2007 zum neusten Streifen des Duos:
"Wenn im Filmgeschäft des Westens das Kulturgut aus dem Osten vergleichbare Startchancen hätte wie umgekehrt, hätte "Plac Zbawiciela" (Erlöserplatz) aus Polen alle Chancen, auch in Deutschland ein Kassenschlager zu werden. " (Gerhard Gnauck)

„Platz des Erlösers“ wurde auf dem Festival des Polnischen Spielfilms Gdynia 2007 mit dem Hauptpreis für den besten Film ausgezeichnet.

Krzysztof Krauze, geboren 1953 in Warschau, ist Regisseur und Drehbuchautor. Er studierte Kameraführung an der Filmhochschule in Lodz. Mitglied der Europäischen Filmakademie. Krauze begann als Dokumentarfilmer.
Joanna Kos-Krauze, geboren 1972 in Olsztyn, studierte Polonistik und Hebräistik. Regisseurin und Drehbuchautorin. Ihre Laufbahn begann sie als Werbespotautorin für das Fernsehen.