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25.04
Mi

19.00 Uhr
Cinecitta

Drei Filmnovellen , Polen 2006

 
Ode an die Freude (Oda do radosci)
Produktion
Akson Studio; Telewizja Polska SA
 

 

Dauer
118 Min.
 

Nach einem Jahr als Putzfrau in London, kehrt Aga nach Schlesien zu ihren Eltern zurück. Während ihr Vater im Streik ist, versucht die Mutter über die Runden zu kommen, nachdem der Frisiersalon dichtgemacht wurde, in dem sie zuvor gearbeitet hat.

In Warschau hat der Rapper Michael alle Mühe seine Kariere in Schwung zu bringen. Im Gegensatz zu seinen Mitstreitern lebt er seine Musik. Doch ohne Job und bei der Großmutter lebend, ist man nicht wirklich die erste Wahl des Vaters seiner Freundin Marta.

Wiktor ist aus der Stadt ins Fischerdorf nach Pommern zurückgekehrt, nachdem er sich von seiner Freundin trennte. Er verbringt seine Zeit mit dem Ausnehmen von Fischen und fruchtlosen Versuchen seine Beziehung zu kitten.

Die Stadt London spielt in allen drei Geschichten den Aufhänger. Dort hat Aga ihr Geld gespart, daß sie nun in einen neuen Laden für ihre Mutter investiert. London ist das Exil für Marta, damit Michael aus ihrem Leben verschwindet. Und auch Wiktor redet von London. Einfach raus aus Polen, dort arbeiten und leben.

Anhand dreier Schicksale wird das Leben von Jugendlichen in Polen beleuchtet. Alle drei werden im Laufe ihrer Geschichten mit der harten Realität konfrontiert. Doch anstatt sich von der Realität unterkriegen zu lassen, versuchen alle drei einen neuen Anlauf. Nach London.


Auszeichnungen:

  • Spezialpreis der Jury des 30. FPFF Gdingen 2005

Hintergrund:

In den letzten Jahren emigrierten mehrere hundert junge Polen nach England, wo sie legale Beschäftigung fanden (je nach Quelle spricht man von 600 000 bis zwei Millionen Emigranten).

"Ode an die Freude" ist ein gemeinsames Projekt von drei Regiestudenten an der PWSFTViT in Lodz.

Regie
Drehbuch
Anna Kazejak-Dawid (Schlesien), Jan Komasa (Warschau), Maciej Migas (Pommern)
Musik
Jacek Lachowicz
Kamera
Radoslaw Ladczuk, Klaudiusz Dwulit, Piotr Niemyjski

Darsteller: Warschau – Piotr Głowacki, Roma Gąsiorowska, Pommern – Lesław Żurek, Tomasz Lengren, Jan Dravnel

 
     
     
 

Anna Kazejak-Dawid
Geb.1979. Studierte Kulturwissenschaft an der Schlesischen und an der Lodzer Universität. Seit 2001 Studentin der Fakultät für Regie an der PWSFTViT in Lodz. Führte Zweitregie bei der Realisierung einiger Filmetüden.

Jan Komasa
Geb. 1981. Studierte Philosophie an der Kard. S. Wyszynski Universität in Warschau. Zur Zeit Student an der Regiefakultät des PWSFTViT in Lodz.

Maciej Migas
Geb. 1976 Absolvent des Journalistikstudiums der Breslauer Universität. Regiestudent an der PWSFTViT in Lodz und an der Meisterschule für Filmregie von A. Wajda in Warschau.