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28.04
Sa

19.00 Uhr
Cinecitta

Drama, Polen 2004

 
Mein Nikifor / Mój Nikifor
Produktion
Studio Filmowe "ZEBRA"
 

Nach dem Film: Gespräch mit dem Regisseur-Ehepaar Joanna und Krzysztof Krauze

Dauer
97 Min.
 

Wir schreiben das Jahr 1960 als Nikifor das Atelier von Włosiński betritt und seine Bilder auspackt. Das ruhige, geordnete, bis ins letzte Detail geplante Leben Włosińskis ist seit diesem Augenblick Vergangenheit. Włosiński, der den Maler zuerst als aufsässig empfindet, versucht, ihn loszuwerden. Er beschließt, die Familie des Malers zu finden, es stellt sich jedoch heraus, dass dieser in vollkommener Einsamkeit lebt. Er besitzt nicht einmal eine Geburtsurkunde. Rechtlich gesehen… gibt es ihn überhaupt nicht. Seine Zunge ist mit dem Gaumen verwachsen, so ist er nur schwerlich zu verstehen. Włosiński bekommt nur heraus, dass seine Mutter eine taubstumme Reinemachfrau und sein Vater unbekannt ist (in Krynica wird behauptet, dass sein Vater der berühmte Maler Gierymski war).
Włosiński ist kein besonderer Enthusiast der folkloristischen Malerei. Je länger jedoch die Bekanntschaft währt, desto mehr erkennt er den Wert der Werke Nikifors, dessen innere Unabhängigkeit, Glauben und tiefste Demut vor dem Schönen. Er sieht, wie unfrei und unbeflügelt ihn seine eigene künstlerische Ausbildung gemacht hat. Er ist abhängig von Traditionen, Bewertungen und Kritiken. Von Erfolgszwang und vom materiellen Status.

Die Rolle des Titelhelden wurde der …Schauspielerin Krystyna Feldman anvertraut.


Auszeichnungen:

Polnisches Filmfestival in Gdynia 2004:

  • Hauptpreis für die beste weibliche Filmrolle, für Schnitt, für Kostüme

Der polnische Filme Mój Nikifor des Regisseurs Krzysztof Krauze ist der große Sieger des Filmfestivals von Karlovy Vary. Neben dem Preis für den besten Film erhielt Moj Nikifor auch die Auszeichnung für die beste Regie. Außerdem wurde die die 85-jährige Darstellerin Krystyna Feldman für ihre Interpretation eines Mannes, der Hauptfigur Nikifor, ausgezeichnet - für die beste weibliche Hauptrolle (auch auf den Filmfestivals in Kijev, Manila, Valladolid, Pune). Der Film erhielt Preise und Auszeichnungen auf den Festivals in Athen, Chicago und Denver.

 

Hintergrund:

Der naive Maler Nikifor (1895–1968) lebte im angesagten polnischen Kurort Krynica. Aufgrund seiner Sprach- und Gehörstörungen war Nikifor ein Außenseiter und lebte vom Betteln. Bei den Passanten bedankte er sich für ihre milden Gaben mit kleinen Bildern.

Regie
Drehbuch
Musik
Bartłomiej Gliniak
Kamera
Krzysztof Ptak

Darsteller: Krystyna Feldman,Roman Gancarczyk, Lucyna Malec , Jerzy Gudejko, Artur Steranko, Jowita Miondlikowska, Ewa Wencel

Wunderschöne Webseite des Filmes
(in Polnisch) >>

 


 


 
     
     
 

Joanna und Krzysztof Krauze,
Ihren großen internationalen Erfolg erlebte das erfolgreiche Regisseur-Ehepaar vor zwei Jahren mit "Moj Nikifor", einer Hommage an den primitiven Künstler Nikifor. Die Rolle des Malers übernahm die kürzlich (25.01.2007) verstorbene Schauspielerin, Krystyna Feldman. Ihr großes schauspielerisches Können und die ihr Gesicht wunderbar prägenden Altersfalten ließen eine filmische Figur von großem Format entstehen. 1999 bekam Krzysztof Krauze den "Goldenen Löwen" beim wichtigsten polnischen Filmfestival in Gdingen für "Dlug" ("Die Schuld"), "einen Film, der das Blut geradezu in den Adern gefrieren lässt." (Die Welt)
Beide Filme werden Ihnen von uns präsentiert - den neusten Streifen, der 2006 mehrere Preise in Gdingen gewann (unter anderem den Hauptpreis) - dürfen wir erst im nächsten Jahr zeigen, denn zunächst wird er auf preisträchtigen Filmfestivals mit anderen neuen Produktionen aus der ganzen Welt wetteifern.

"Die Welt" schrieb am 06.01.2007:
"Wenn im Filmgeschäft des Westens das Kulturgut aus dem Osten vergleichbare Startchancen hätte wie umgekehrt, hätte "Plac Zbawiciela" (Erlöserplatz) aus Polen alle Chancen, auch in Deutschland ein Kassenschlager zu werden. " (Gerhard Gnauck)

Krzysztof Krauze, geboren 1953 in Warschau, ist Regisseur und Drehbuchautor. Er studierte Kameraführung an der Filmhochschule in Lodz. Mitglied der Europäischen Filmakademie. Krauze begann als Dokumentarfilmer.
Joanna Kos-Krauze, geboren 1972 in Olsztyn, studierte Polonistik und Hebräistik. Regisseurin und Drehbuchautorin. Ihre Laufbahn begann sie als Werbespotautorin für das Fernsehen.