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23.04
Mo

19.00 Uhr
Cinecitta

Drama, Polen 2005

 
Der Präsentation des Filmes Der Gerichtsvollzieher (Komornik) folgt ein Gespräch mit dem Hauptdarsteller Andrzej Chyra.
Produktion
Telewizja Polska SA
 

 

Dauer
93 Min.
 

Innerhalb von 48 Stunden vollziehen sich Aufstieg und Fall eines Warschauer
„Yuppies“. Lucek Bohme ist als Gerichtsvollzieher für Pfändungen zuständig.
Wenn verschuldete Firmen, Institutionen oder Privatpersonen ihren Verbindlichkeiten nicht nachkommen können und zahlungsunfähig sind, ist er zur Stelle, um zu beschlagnahmen, was noch einigen Wert verspricht. Dabei ist er im Umgang mit seinen Opfern immer lässig und arrogant, unabhängig davon, welchen gesellschaftlichen Status sie haben. Seine Tätigkeit gibt ihm das Gefühl von Macht, und allmählich nimmt sein Selbstbewusstsein beunruhigende
Ausmaße an.
Eines Tages will er bei einer Familie, die mit Zahlungen im Rückstand ist, ein
Musikinstrument beschlagnahmen. Es folgen Vorkommnisse, die nicht nicht ohne Wirkung auf Lucek bleiben. Zum ersten Mal beginnt er über seine Arbeit nachzudenken. Es beginnt eine polnische Variante "Einer Weihnachtsgeschichte".

Auszeichnungen:

  • Goldene Löwen, Grand Prix beim 30. Festival Polnischer Spielfilme in Gdingen
  • Grand Prix beim 30. Festival der Polnischen Filme in Gdingen für den Produzenten des besten Filmes – das Filmstudio PERSPEKTYWA
  • der Drehbuchpreis für Grzegorz Łoszewski
  • der Preis für die beste männliche Hauptrolle für Andrzej Chyra
  • Kamerapreis für Bartek Prokopowicz
  • der Preis für die weibliche Nebenrolle für Kinga Preis
  • Berlinale 2006 Preis der Ökumenischen Jury "für ein genaues Portrait des aktuellen politischen Wandels in Polen, das zugleich eine ethisch eindringliche Geschichte über die universale Problematik der Korruption erzählt. Für die hohe künstlerische Qualität der Darstellung von Gerechtigkeit und Menschenwürde".

Hintergrund:

Oscar-Kandidat in der Kategorie Bester fremdsprachiger Film 2005.

Feliks Falk: „Ich versuche in meinem Film darzustellen, dass der Systemwechsel
in Polen nicht automatisch dazu geführt hat, dass soziale Konflikte, Armut,
Ungerechtigkeit, menschliche Verfehlungen und Schwächen wie Neid,
Rücksichtslosigkeit und Karrierestreben um jeden Preis der Vergangenheit
angehören. Mein Film zeigt eine zersetzte Welt, in der Menschen andere
unterdrücken. Eine Welt, in der für Schwache kein Platz ist.“

Regie
Drehbuch
Grzegorz Łoszewski
Musik
Bartłomiej Gliniak
Kamera
Bartosz Prokopowicz

Darsteller: Andrzej Chyra, Kinga Preis, Małgorzata Kożuchowska, Marian Opania, Jan Frycz, Sławomir Orzechowski, Marian Dziędziel

 
     
     
 

Feliks Falk (* 25. Februar 1941 in Stanyslawiw, heute Ukraine) ist ein polnischer Filmregisseur, Theater- und Drehbuchautor.

Feliks Falk kam über die bildende Kunst zum Film. Er schloss 1966 ein Malereistudium an der Kunsthochschule in Warschau ab. 1967 stellte er seinen ersten Einakter mit dem Titel Fahrstuhl vor und entschloss sich zu einem weiteren Studium. 1973 absolvierte er das Regiestudium an der Filmhochschule Lódz ab. Bereits während des Studiums drehte er einige bemerkenswerte Kurzfilme. Falk drehte seinen ersten Langfilm 1975 und schrieb zu Beginn seiner Karriere seine Drehbücher zusammen mit Filmemachern wie Agnieszka Holland oder Jerzy Domaradzki. Feliks Falk wurde auf nationalen und internationalen Festivals ausgezeichnet. Neben seinen Spielfilmen drehte er auch Dokumentarfilme. Für seinen bisher letzten Film Komornik erhielt er den Hauptpreis beim Polnischen Filmfestival Gdynia und den Polnischen Filmpreis.

Filmographie (eine Auswahl)

1975 - Obrazki z zycia, Wodzirej
1976 - W srodku lata
1981 - Byl Jazz
1985 - Idol
1987 - Bohater roku
1995 - Lato milosci
1995 - Daleko od siebie
2005 - Komornik