navi3x1.gif


 

  10. Polnische Filmwoche 2015

  Fuchsenwiese 1, 91054 Erlangen

Donnerstag, 07.05., 19.00 Uhr:
Body | Ciało

PL 2015, Schwarze Komödie. Regie: Małgorzata Szumowska,110 Min., OmdU

In „Body/Cialo“ verschmilzt psychologisches Kino mit einem Komödiendrama.
Der verbitterte Richter Janusz und seine Tochter Olga versuchen beide den Tod eines ihnen nahestehenden Menschen zu bewältigen. Die magersüchtige Olga soll unter der Leitung einer esoterisch angehauchten Therapeutin in einer Bulimie-
Selbsthilfegruppe wieder zur Normalität zurückfinden... Nur braucht allerdings die Therapeutin sichtlich auch einen Therapeuten.
Gewinner des Silbernen Bären für die beste Regie auf der Berlinale 2015.


Samstag, 09.05., 19.00 Uhr:
Venus im Pelz

FR ./PL 2013, Komödie, Regie: Roman Polanski, 92 Min, OmdU

Der Pariser Theaterregisseur Thomas findet einfach keine geeignete Hauptdarstellerin für sein Stück. Die verspätete Bewerberin Wanda ist ihm eigentlich von Grund auf unsympathisch, und doch frappiert sie ihn mit ihrem überrragenden Spiel. Ein Duell der Geschlechter entsteht, knisternd vor Erotik und beißender Ironie. „Ein wunderbar
sarkastischer Film“ (Süddeutsche Zeitung)

Sonntag, 10.05., 19.00 Uhr:
Performer

PL 2015, Spielfilm/Performance/Doku, Regie: Maciej Sobieszczanski, Lukasz Ronduda, 63 min., OmeU
Ein weiterer aktueller Beitrag zur Berlinale und ein Einblick in die Welt der zeitgenössischen Kunst, basierend auf dem Leben des Performancekünstlers Oskar Dawicki, der sich selbst spielt. Das Hauptthema seiner Kunst ist die Suche nach der Antwort auf die Frage, ob Oskar Dawicki überhaupt existiert. The Performer ist die erste Kunstausstellung in Form eines Spielfilms: Oscar Dawickis Arbeiten sind mit der Leinwand nicht nur durch Zeit und Raum, sondern auch durch Erzählung, Drama und Gefühl verbunden. Der Film verknüpft dabei Performancekunst mit Schauspiel und verschmilzt dokumentarische Filmarbeit mit Erzählkino.


Montag, 11.05., 19.00 Uhr:
Joanna

PL 2013, Doku, Regie: Aneta Kopacz, 40 Min., OmeU
Die Supereinheit | Superjednostka
PL 2014, Doku, Regie: Teresa Czepiec, 20 Min., OmeU

Zwei Dokumentarfilme, produziert in der Warschauer „Wajda Schule“.
Joanna, der diesjährige Oscarkandidat in der Kategorie Bester Dokumentar-Kurzfilm, erzählt Ausschnitte aus dem Leben einer jungen Mutter, der die Ärzte eine extrem kurze Lebensprognose ausstellen. Für ihren und mit ihrem fünfjährigen Sohn will sie das
Beste aus dieser Zeit machen. Ein Film über einfache Lebensfreuden,
über Liebe und über Abschiednehmen.

Die Supereinheit spielt in einem Hochhaus in Katowice, einem der größten Wohnhäuser in Polen, das als eine „Maschine fürs Wohnen” konzipiert wurde. „Die Supereinheit“ hat 762 Wohnungstüren, die Filmemacher schauen hinter einige von ihnen.

Dienstag, 12.05., 19.00 Uhr:
Annäherungen | Zbliżenia

PL 2014, Drama, Regie: Magda Piekorz, 76 Min., OmdU
Ein Studium einer toxischen Mutter-Tochter Beziehung und der verzweifelten Versuche, sich aus dieser zu befreien - gleichsam ein Psychodrama, das von der Kraft von Familienbanden erzählt. Die Hauptheldinnen der Geschichte von Magda Piekorz und Wojciech Kuczok sind eine Mutter und ihre erwachsene Tochter. Marta ist 37 Jahre alt, verheiratet - und kann sich von dem allgegenwärtigen Einfluss ihrer Mutter nicht lösen. Jeder Streit führt sie doch wieder ins Haus der Familie zurück.

Mittwoch, 13.05., 19.00 Uhr:
Ida
Spielfilm, PL 2005, 79 Min., Regie Pawel Pawlikowski
Neben dem Oscar für den besten fremdsprachigen Film im Februar bekam IDA seit Erscheinen bisher über 100 Preise – kein Film in der polnischen Kinohistorie hat bisher so viele Triumphe gefeiert. Polen 1962: Anna ist eine Novizin, die in einem Kloster von Nonnen erzogen wurde. Bevor sie ihr Gelübde ablegen kann, bekommt sie den Auftrag, ihre Tante Wanda zu besuchen, Annas einzige noch lebende Verwandte. Wanda, eine leidenschaftliche Sensualistin mittleren Alters, offenbart ihr ein Geheimnis: Eigentlich ist Anna Jüdin und ihr wahrer Name ist Ida. Von der Nachricht ins Wanken gebracht, beginnt sie, ihr eigenes Leben, ihre Ideale und ihren Glauben zu hinterfragen.